Stattdessen per Hand

Pestizide sind Tabu: Stadt nutzt KEIN Glyphosat!

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Heidelberg verzichtet auf Herbizide

Heidelberg - Die Stadt macht viel für die Umwelt, deshalb verzichtet sie auch auf allerlei chemische Unkrautvernichtungsmittel. Auch Glyphosat kommt ihr nicht ins Haus:

Die Stadt stellt am Donnerstag (28. Juni) in der Gemeinderatsitzung klar: In Heidelberg werden KEINE chemischen Unkrautvernichtungsmittel genutzt! Dazu zählt auch das heiß umstrittene Glyphosat, das als umwelt- und gesundheitsschädlich eingeschätzt wird. 

Diese feststehende Regel – die übrigens seit 2011 besteht – gelte nicht nur für die Grünflächen der Stadt sondern auch für von der Stadt beauftragte Firmen. Auch der Abwasserzweckverband (AZV) übernimmt diese Vorgabe und verzichtet sowohl in Klärwerken als auch beim Kanalbetrieb auf Pestizide.

Stadt nimmt Unkrautvernichtung selbst in die Hand

Durch den Herbiziden-Verzicht wird die Umwelt maßgeblich geschont, potenzielle Gefahren für die Gesundheit ausgeschlossen und das Wasser in Böden geschützt. Allerdings hat der Verzicht natürlich auch zur Folge, dass die Stadt das Unkraut auf anderen Wegen entfernen muss. Damit beschäftigt sich das Landschafts- und Forstamt. Die Mitarbeiter reißen per Hand oder mithilfe von mechanischen Werkzeugen wie Rasenmäher die Wild- und Unkräuter heraus. 

Dabei muss berücksichtigt werden, dass diese Arbeit einen erheblichen personellen Mehraufwand darstellt. Laut Ernst Baader, Leiter das Landschafts- und Forstamtes der Stadt Heidelberg stehe dadurch nicht immer ausreichend Mitarbeiter zur Verfügung, „sodass manche Flächen nicht immer optimal gepflegt wirken, also nicht komplett unkrautfrei sind. Das nehmen wir aber in Kauf.

pm/jol

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