Bilkay Öney und Reinhold Gall

Zu Besuch im Registrierungszentrum Patrick-Henry-Village 

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Integrationsministerin Bilkay Öney und Innenminister Reinhold Gall besuchten Registrierungszentrum Patrick-Henry-Village (PHV).

Heidelberg-Kirchheim - Wenn Flüchtlinge nach Baden-Württemberg kommen, müssen sie zunächst registriert werden. Wie das im Patrick-Henry-Village abläuft, haben sich Bilkay Öney und  Reinhold Gall angesehen.

Der Andrang von Flüchtlingen in Baden-Württemberg ist weiterhin groß. Mit dem Registrierungszentrum in Heidelberg will die Landesregierung die Abläufe verbessern und beschleunigen. Davon wollen sich am Dienstag auch Integrationsministerin Bilkay Öney und Innenminister Reinhold Gall (beide SPD) ein Bild machen. 

Bilkay Öney und Reinhold Gall im Patrick-Henry-Village

Das neue Registrierungszentrum für Flüchtlinge in Heidelberg hat seine Kapazitäten deutlich erhöht. Inzwischen sind 30 Schalter in zwei Schichten geöffnet. 400 Asylbewerber können pro Tag registriert werden. Ziel seien jedoch 600, erklärt der Leiter des Stabs Flüchtlingsunterbringung, Hermann Schröder.

Er führt Öney und Gall durch die Einrichtung in der ehemaligen US-Militäranlage Patrick-Henry-Village. Die ankommenden Flüchtlinge sollen in dem Zentrum möglichst innerhalb von zwei Tagen alle Schritte von der Erstaufnahme über eine Gesundheitsuntersuchung bis zum Asylantrag durchlaufen.

Nach Öneys Angaben kommen zur Zeit täglich rund 1000 neue Flüchtlinge in Baden-Württemberg an. In diesem Jahr sollen es bisher insgesamt fast 99 000 gewesen sein. Von denen wurden viele laut einem Ministeriumssprecher aber in andere Bundesländer weiterverteilt. 

Künftig sollen in allen Regierungsbezirken Erstaufnahmeeinrichtungen errichtet werden – „Die Abläufe im Patrick-Henry-Village sind hierfür ein gutes Beispiel“, lobt Öney.

Innenminister Reinhold Gall dankte vor allem den Mitarbeitern der verschiedenen Behörden, der Bundeswehr und den ehrenamtlichen Helfern. Die Bundeswehr hat nach eigenen Angaben 75 Soldaten im Registrierungszentrum im Einsatz. Sie sind zum Beispiel bei der Ersterfassung oder der Abnahme von Fingerabdrücken tätig.

Flüchtlinge, die voraussichtlich keine Bleibeperspektive in Deutschland haben, etwa weil sie aus einem sicheren Herkunftsland kommen, werden nach ihrer Registrierung in Heidelberg in eine Landeserstaufnahmeeinrichtung gebracht. Alle anderen sollen direkt auf die Stadt- und Landkreise verteilt werden. Dieses Verfahren soll die Kommunen entlasten, erklärt Öney.

dpa/mk

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