Ankunftszentrum für Flüchtlinge

Land darf PHV weiter nutzen

+

Heidelberg-Kirchheim - Der Gemeinderat hat zugestimmt, dass die Verwaltung mit dem Land Baden-Württemberg über eine Verlängerung der Nutzung von Patrick-Henry-Village (PHV) verhandeln soll.

Eckpunkte der Gespräche sollen sein, dass die Stadt einer weiteren Nutzung bis zum 30. April 2018 zustimmt. 

Die Stadt hält aber daran fest, dass nicht mehr als 1.000 Menschen – in begründeten Notfällen maximal 2.000 Menschen – gleichzeitig dort untergebracht werden sollen. Im Gegenzug soll das Land die Stadt Heidelberg beim Ankauf und der städtebaulichen Entwicklung von PHV unterstützen. Ziel ist es, die Kaufverhandlungen mit dem Bund voranzutreiben und eine Flächenentwicklung unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen zu ermöglichen. 

Zudem bleibt die Stadt Heidelberg von der Zuweisung weiterer Flüchtlinge befreit.

Der entsprechende Passus war in der Gemeinderatssitzung umstritten. Linke und Grüne argumentierten, dass die Ressourcen in Heidelberg vorhanden seien und dass man diese auch nutzen könne.

Daneben beschließt der Gemeinderat am Donnerstag mit großer Mehrheit, die Arbeit an einem Bebauungsplan für das gesamte Areal in die Wege zu leiten. „Wir haben immer gesagt, dass wir Patrick-Henry-Village für unsere eigene Entwicklung dringend benötigen. Deshalb wollen wir jetzt den ersten Schritt im Bebauungsplanverfahren machen und ein klares Signal geben, dass wir unsere Planungshoheit auch ausüben werden“, sagt OB Eckart Würzner.

Das Registrierungszentrum in Patrick-Henry-Village ist vom Land Baden-Württemberg mittlerweile in „Ankunftszentrum“ umbenannt worden. Mit der Umbenennung will das Land dem geänderten Charakter der Einrichtung Rechnung tragen: Vor Ort werden Menschen auf der Flucht nicht mehr nur registriert. Das Land bietet gemeinsam mit Einrichtungen des Bundes alle notwendigen Verfahrensschritte bis zur Stellung des Asylantrages in der Unterkunft an. Danach werden die Menschen nach einem festgelegten Schlüssel auf die Kommunen im ganzen Land in die sogenannte „vorläufige Unterbringung“ verteilt.

Mehr zum Thema:

>>> OB Würzner zu Registrierungszentrum: „Wir brauchen das Areal“

>>> PHV und US Hospital bald in städtischem Besitz

>>> PHV: Stadt bereit für Verlängerung

pm/kab/rmx

Öffentlichkeit vom Amokfahrer-Prozess ausgeschlossen

Öffentlichkeit vom Amokfahrer-Prozess ausgeschlossen

Luxor-Filmpalast: Ein Blick hinter die Kulissen 

Luxor-Filmpalast: Ein Blick hinter die Kulissen 

In Gondel: Fensterputzer hängen auf 35 Meter Höhe fest! 

In Gondel: Fensterputzer hängen auf 35 Meter Höhe fest! 

Kommentare