Ausgerechnet zum 40. Jubiläum

Unglaublich: Straßen-Kerwe in Kirchheim gibt „Festmeile“ auf! 

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Festmeile entlang der Schwetzinger Straße in Kirchheim? Nix da! Dieses Jahr bleibt gibt keine Straßenkerwe.

Heidelberg-Kirchheim - Die 40. Straßen-Kerwe steht bevor. Oder eher die 1. Kerwe? So heißt das Fest nämlich in diesem Jahr. ‚Straße‘ wurde gestrichen. Warum dort nicht gefeiert wird: 

Noch im vergangenen Jahr zog sich die Straßenkerwe durch die Schwetzinger Straße. Viele Stände und Menschen bevölkerten das beschauliche Kirchheim. Nicht so in diesem Jahr. Es kommt zu einer drastischen Verkleinerung des Veranstaltungsgeländes. Allzu viel soll sich trotzdem nicht ändern. Was dennoch anders ist und wie es überhaupt dazu kommen konnte. 

Früher und heute: Die ehemalige Straßen-KERWE (gelb); die neue kleine ‚KERWE‘ (rot).

Was bleibt?

Nichts ist für die Ewigkeit? Wohl wahr! So auch die Tradition der Kirchheimer Straßenkerwe. So viel verändert sich auf den ersten Blick aber gar nicht. Wie gewohnt startet die ‚Platzkerwe‘ am Samstag (9. September) um 11 Uhr mit dem Fassanstich. Und auch Live-Musik wird es am Samstag und am Sonntag wieder geben. Sonntag geht es schon um 10:30 Uhr los. Beschlossen wird die Kerwe vom Stadtteilverein und mit der Stadt Heidelberg am Montag ab 14:30 Uhr. Das komplette Programm findest Du auf der Website des Stadtteilvereins.

Früher und heute: Die ehemalige Straßen-KERWE (gelb); die neue kleine ‚KERWE‘ (rot).

Wie kam es zur Verkleinerung?

Der Stadtteilverein Kirchheim äußert sich auf seiner Website wir folgt:

„Das Thema „Straßenkerwe 2018 ja oder nein“ beschäftigte den Stadtteilverein Kirchheim in den letzten Wochen sehr intensiv. Der deutliche Rückgang an Anmeldungen von Standbetreibern hat uns veranlasst, ausgerechnet zum 40. Jubiläum der Straßenkerwe die „Festmeile“ auf der Schwetzinger Straße aufzugeben. Gefeiert wird jetzt rund um das Bürgerzentrum Kirchheim.“


Wir vermuteten, dass zu hohe Standgebühren zum Rückgang führten. Auf Nachfrage wurden wir eines Besseren belehrt. Jörn Fuchs, Vorsitzender des Vereins gab uns folgende Auskunft:

„Wir hatten in diesem Jahr zu wenige Anmeldungen, um auf der Schwetzinger Straße eine attraktive Straßenkerwe zu veranstalten. Bei seit Jahren gleichbleibenden Standgebühren zwischen 50 und 320 Euro, je nach Angebot und Gewinnerwartung, kann es NICHT am Kostenaufwand gelegen haben. Schon in den vergangenen Jahren hatte der Stadtteilverein Vereinsmittel zugeschossen, um die Standgebühren stabil zuhalten. Vielmehr melden viele Vereine zurück, dass ihnen schlicht und ergreifend das erforderliche Personal ausgeht.“ 

Dies müsste doch dramatische Auswirkungen auf das Angebot am Festwochenende haben?

Kaum was los. So leer wird es wohl auch am zweiten September-Wochenende in der Schwetzinger Straße bleiben.

Mehr Angebot trotz weniger Platz?

Die Straßenkerwe entlang der Schwetzinger Straße wird zur Platzkerwe rund um das Kirchheimer Bürgerzentrum. Daran ist nicht mehr zu rütteln. Dennoch macht der Vereinsvorsitzende eine überraschende Aussage bezüglich der drastisch verkleinerten Festfläche: „Dort wird deutlich mehr geboten als in den vergangenen Jahren.“

Was bedeutet die Verkleinerung konkret?

Vor dem Bürgerzentrum werden sich Vereine und Schausteller einfinden. Und auch hinter dem Bürgerzentrum bauen Vereine ihre Stände auf. Vor allem für Kinder soll es dort Angebote geben. Zudem werden 3 Bühnen von Musikern live bespielt. 

Viel Angebot auf wenig Fläche? Hier alles, was Dich erwartet.

Größer ist sicherlich nicht immer besser. Ob die Verkleinerung des Festgeländes zur 40. Kirchheimer Straßenkerwe - Oder heißt es 1. Kirchheimer Kerwe? - aber genauso viel bieten kann wie in den vergangenen Jahren, wird sich zeigen.

chh

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