„Anlagebetreuer“ behalten Spielplatz im Auge

Weniger Vandalismus! Wird trotzdem ein Zaun um „alla hopp!“-Anlage gebaut? 

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Die „alla hopp!“-Anlage in Heidelberg

Heidelberg-Kirchheim - Wochenlang haben Vandalen die „alla hopp!“-Anlage nachts heimgesucht und böswillig zerstört! Doch die Randale-Serie scheint beendet zu sein:

Hat der Dauer-Vandalismus an der „alla hopp!“-Anlage endlich ein Ende gefunden? 

Solange es hell war, wurde der Spielplatz von zahlreichen Familien besucht. Doch sobald die Nacht hereinbrach, trieben Unbekannte ihr Unwesen auf der „alla hopp!“-Anlage im Harbigweg 11. 

Für Groß und Klein: Die feierliche Eröffnung der alla hopp-Anlage

Böswillig zerstörten sie alles, was ihnen in die Quere kam. Sie zerschlugen Spiegel, verstopften Toiletten, zündeten Holzbänke an und schnitten sogar die Kletterseile durch. Insgesamt verursachten die Randalierer einen Schaden von über 80.000 Euro (Stand Juli).

Fotos: Dauer-Vandalismus auf Kirchheimer „alla hopp!“-Anlage

Nach jedem Wochenende fragen wir uns immer, was wohl jetzt kaputt ist“, sagte Wolfgang Morr, Betriebsleiter Grundflächenerhaltung im Stadtgebiet, im Juli bei einem Rundgang auf der Anlage. Die Vermutung lag nahe, dass es sich bei den Tätern immer um die gleiche Gruppe handelte. 

Viel weniger Vandalismus

Nach der Vandalismus-Spitze im Sommer gebe es nun deutlich weniger Schäden, erzählt uns Bürgermeister Wolfgang Erichson am Dienstag (2. Oktober) im Gespräch. Grund dafür seien die sogenannten „Anlagenbetreuer“

Das sind zwei Personen, die aus der Langzeitarbeitslosigkeit kommen und nun bei der Stadt beschäftigt sind. Sie behalten mehrere Orte in Heidelberg im Auge, unter anderem die Neckarwiese und die Schwanenteich-Anlage. 

Auch die „alla hopp!“-Anlage haben die beiden immer wieder auf dem Schirm. Allerdings liegt nun dort nach der langanhaltenden Randale-Serie ein Fokus. Zu unterschiedlichen Uhrzeiten bewachen die beiden den Spielplatz.

Die „Anlagenbetreuer“ sind erkennbar und benachrichtigen sofort den Kommunalen Ordnungsdienst, wenn ihnen etwas Verdächtiges auffällt. Außerdem sind sie Ansprechpartner für die Besucher des Spielplatzes. 

Zaun rund um „alla hopp!“ Anlage soll trotzdem kommen

Zwar wird der Spielplatz nicht mehr verwüstet, dennoch soll ein zwei Meter hoher Zaun rund um die Anlage gebaut werden. Wie Erichson erklärt, stehen die Mittel dafür schon bereit. Sobald der Gemeinderat dem Zaun zustimmt, werde er errichtet. Die Entscheidung soll noch im Oktober fallen. 

Laut dem Bürgermeister soll die „alla hopp!“-Anlage trotzdem ihren offenen Charakter behalten. Das Zauntor werde morgens auf- und abends wieder abgeschlossen. Startschuss für eine Umzäunung sei im Frühjahr 2019.

jol

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