Hubschrauber-Einsatz zunächst ergebnislos

Vergewaltigung in Heidelberg: Täter gibt sich harmlos – dann zückt er ein Messer

Heidelberg-Kirchheim – Es ist die Nacht auf den 19. Juni 2020. Eine Nacht, die das Leben einer jungen Frau verändern wird. In den Straßen von Heidelberg-Kirchheim wird sie Opfer einer Vergewaltigung.

  • In Heidelberg wird eine junge Frau Opfer einer Vergewaltigung.
  • Der Täter kann den Fahndern in der Tatnacht entkommen – auch der Einsatz eines Hubschraubers bleibt ergebnislos.
  • Schließlich führen die intensiven Ermittlungen zu einem Fahndungserfolg.

In der Nacht auf den 19. Juni fallen die Temperaturen rasch. Der Wetterdienst meldet schnell vorüberziehende Wolken am Nachthimmel. Im Heidelberger Stadtteil Kirchheim ist es ruhig. Kurz vor Mitternacht fällt einem jungen Mann eine junge Frau hinter dem Supermarkt in der Straße „Im Franzosengewann“ auf – er spricht sie an.

Hinter dem REWE-Markt in Kirchheim.

Die beiden beginnen ein Gespräch und begeben sich in Richtung der Kircheimer Sportanlagen. Als sie an den Toren eines Sportplatzes vorbeikommen, schlägt der 22-Jährige zu. Er reißt sein 24-jähriges Opfer zu Boden, fasst ihr unter das T-Shirt. Dann zückt er ein Messer und zwingt sie zum Geschlechtsverkehr.

Opfer und Täter gehen ein Stück miteinander.

Vergewaltigung in Heidelberg: Festnahme am Mittwoch (1. Juli) nach zweiwöchiger Intensiv-Fahndung

Eine Hubschrauber-Fahndung in der Tatnacht bleibt ergebnislos. Nach umfangreichen Ermittlungen kann der Beschuldigte jedoch identifiziert und am Mittwochnachmittag (1. Juli) festgenommen werden. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heidelberg wird ein Untersuchungshaftbefehl gegen den Tatverdächtigen erlassen. Er wird nach der Vorführung bei der Richterin und Eröffnung des Haftbefehls in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und Kripo Heidelberg dauern an. (pol/lpb)

Bereits am 28. Mai 2018 ereignet sich ein ebenfalls schrecklicher Vorfall in Kirchheim: Ein Mann bricht einer Frau die Nase und versucht sie anschließend zu vergewaltigen. Keine drei Wochen später (16. Juni) ist eine junge Frau nachts in Kirchheim allein unterwegs – erst an der Tür merkt sie, dass sie verfolgt wird.

In Kirchheim soll ein Mann eine 20-Jährige und ihre zweijährige Tochter mit einem Messer attackiert haben. Beide kommen daraufhin in ein Krankenhaus. Die Frau wird schwer verletzt. Am Abend des 7. Juli kommt es im 50 Kilometer weiter südlich gelegenen Karlsruhe zu einem tödlichen Streit, der bei den ermittelnden Beamten Fragen aufwirft. Im Landgericht beginnt der Prozess zu einer Bluttat in Rohrbach. Im November 2019 soll Jörg S. seine Mutter (†58) erstochen haben. „Stimmen“ hätten ihm dies befohlen.

Rubriklistenbild: © HEIDELBERG24/Pr-Video/Priebe

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