Appell an Gemeinderat

Mit Zebras, Löwen und Tigern: Zirkus lässt PETA aufschreien!

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PETA kritisiert Stresstournee für die Tiere

Heidelberg-Kirchheim - Für fünf Tage wird der Zirkus Charles Knie mit seinen Wildtieren am Messplatz gastieren. Schon jetzt schreitet Tierschutzorganisation PETA ein:

Von Mittwoch (19. September) bis Sonntag (23. September) gastiert Zirkus Charles Knie am Messplatz. Neben Akrobaten, Clowns und Tänzern treten bei der Show auch Zebras, Löwen und Tiger auf.

Tiere, besonders Wildtiere, in der Manege ist für viele Menschen ein Dorn im Auge – so auch für die Tierschutzorganisation PETA.

PETA fordert ein Zeichen für den Tierschutz

Sie wirft dem Zirkus vor, dass er die Vierbeiner einer regelrechten Stresstournee aussetzt. PETA appelliert „angesichts der gravierenden Missstände“ an den Heidelberger Gemeinderat, ein kommunales Wildtierverbot zu beschließen. Das teilt die Organisation am Donnerstag (13. September) mit. Bereits 100 Städte und Kommunalvertretungen haben solch ein Verbot unterzeichnet. 

Wir hoffen, dass Heidelberg ein kommunales Wildtierverbot beschließt und so ein wichtiges Zeichen für den Tierschutz setzt“, so Dr. Yvonne Würz, Fachreferentin für Tiere in der Unterhaltungsbranche bei PETA.

Zebra, Löwe und Tiger leben nicht artgerecht!

Die ungewöhnlich hohe Frequenz an Ortswechseln und die damit einhergehenden langen Standzeiten auf Transportern zeigen, wie rücksichtslos der Zirkusbetrieb mit den rund 100 Tieren umgeht“, schreibt PETA. 

Zudem werde auch der natürliche Lebensraum der Tiere stark eingeschränkt. „Die geselligen Steppenzebras etwa leben in offenen afrikanischen Graslandschaften in Gruppen von bis zu 20 Tieren; bei Zirkus Charles Knie werden sie an vielen Gastspielorten auf asphaltiertem Boden gehalten“, kritisiert die Organisation weiter. 

Das sagt der Zirkus zu solchen Anschuldigungen

Auf der Webseite beziehen der Zirkus-Betreiber Stellung zu diesem Thema. Er schreibt unter anderem: „Kein Tier wird gezwungen etwas zu machen – die Dressurarbeit basiert auf natürlichen Verhaltensweisen der unterschiedlichsten Tiere auf Kommando.“ 

Außerdem würden alle Tiere ein Leben in freier Wildbahn nicht kennen, da sie seit Generationen in Zoos, Aufzuchtstationen und Zirkusbetrieben leben. Zudem erklärt der Zirkus, dass er im Jahr bis zu 50 Mal von Veterinärbehörden kontrolliert wird. 

Pferd, Zebra, Kängeroo und Co. leben laut Betreiber in Stallungen, die „immer größer als gesetzlich vorgeschrieben“ seien, und bekäem hochwertiges Futter. „Nur wer mit Tieren arbeitet und lebt, kann deren Bedürfnisse auch verstehen“, so der Zirkus. 

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jol

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