Vorschläge zu Mobilität, Bauen, Wohnen und Konsum

Klimaneutrales Heidelberg bis 2030 – mit diesen 18 Maßnahmen soll's klappen!

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(Archivfoto)

Heidelberg - Bis 2030 will Heidelberg klimaneutral werden! Um dieses große Ziel zu erreichen, hat sich die Stadt 18 konkrete Maßnahmen überlegt:

Im Mai 2019 hat Heidelberg als eine der ersten Städte bundesweit den Klimanotstand ausgerufen – nun legt die Stadt dazu einen Klimaschutz-Aktionsplan mit den ersten 18 konkreten Vorschlägen auf. Sie betreffen alle Lebensbereiche, von Bauen und Wohnen, Ernährung und Konsum über die naturnahe Stadtgestaltung bis zur Mobilität. Mit diesem Vorstoß will die Stadt die CO2-Emissionen noch weiter reduzieren. Heidelberg hat den Pro-Kopf-Verbrauch von CO2 seit 1987 bereits um etwa 30 Prozent verringert. Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner sagt dazu: „Wir sollten uns das Ziel setzen, dass Heidelberg bis zum Jahr 2030 eine klimaneutrale Stadt wird. Wir sollten alles unternehmen, um dieses Ziel zu erreichen.“

Der 18-Punkte-Aktionsplan in der Übersicht – Ziel: klimaneutral bis 2030

  1. Plusenergie-Quartiere: Patrick-Henry-Village (PHV) und alle Neubauquartiere ab dem Jahr 2020 werden Plusenergie-Quartiere, für die mehr Energie erzeugt als verbraucht wird.
  2. Grüne Wärme: Die Stadtwerke Heidelberg stellen allen Fernwärme-Kundinnen und -Kunden bis 2020 insgesamt 50 Prozent „grüne“, CO2-neutrale Wärme zur Verfügung. 
  3. Fernwärme: Die Stadtwerke Heidelberg wollen bis 2025 ein Drittel der Fernwärme in Heidelberg selbst erzeugen. 
  4. Photovoltaik: Die Photovoltaik in Heidelberg soll bis 2025 so ausgebaut werden, dass sie zehn Megawatt zusätzliche Leistung bringt. 
  5. „Grüner“ Strom: 100 Prozent „grüner“, CO2-neutraler Strom für die Stadtwerke-Kundinnen und 
-Kunden. 
  6. Altbauten: Verdoppelung der Altbausanierungsrate bis 2030. 
  7. Bus und Bahn: Steigerung der Fahrgastzahlen im ÖPNV um 20 Prozent bis 2025. 
  8. Bio-Essen: Stufenweise Aufstockung des Bio-Anteils an der Mittagsverpflegung in Heidelberger Schulen und Kindertageseinrichtungen von 30 Prozent auf 50 Prozent bis 2022. 
  9. Nachhaltig feiern: Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement und klimafreundliches Catering bei Stadtfesten, Sportveranstaltungen und Bürgerfesten; Wahl klimafreundlicher Veranstaltungsorte inklusive klimafreundlicher Energieversorgung, beim Catering hoher Anteil an pflanzlichen, regionalen, saisonalen und Bio-Produkten, Vermeidung von Verpackungen; Kommunikation klimafreundlicher Angebote. 
  10. Job-Ticket: Einführung des Job-Tickets in 50 Prozent der Heidelberger Unternehmen bis 2025. Bislang haben nur Firmen mit mehr als zehn Mitarbeiten den Zugang zum Jobticket. 
  11. Radschnellwege: Ausbau von vier weiteren Radschnellwegen in die Region sowie Ausbau einer Hauptradachse im Neckartal. 
  12. Sonderbuslinien: Einrichtung von vier Sonderbuslinien zur Reduzierung des Anteils an motorisiertem Individualverkehr am Pendlerverkehr. Per Sonderbus sollen Pendlerinnen und Pendler am Stadtrand abgeholt werden, die dort ihr Auto stehen lassen. 
  13. Klimawäldchen“: Pflanzung eines „Klimawäldchens“ in jedem Stadtteil – insgesamt 3.000 Bäume bis zum Jahr 2025 (jährlich 500 Bäume), insbesondere für derzeit versiegelte Flächen. 
  14. Grüner Gürtel“: Ausweitung des „Grünen Gürtels“ in Heidelberg, also der Flächen, auf denen sich Tier- und Pflanzenarten ansiedeln können und die der Biotopvernetzung und der biologischen Vielfalt im urbanen Raum dienen. 
  15. Öffentliche Gebäude werden „klimafit“: Realisierung von Klimawandel-Anpassungsmaßnahmen an öffentlichen Gebäuden und Plätzen bis 2025. 
  16. Konzepte mit Fokus Klimaschutz: Alle Entwicklungs- und Planungskonzepte stehen zukünftig unter dem Fokus Klimaschutz, Klimaanpassung und Erhalt der Biodiversität. Die Flächen mit hoher ökologischer Wertigkeit müssen verbindlich im Modell räumliche Ordnung, im Flächennutzungsplan und im Stadtentwicklungskonzept fixiert werden. Hierdurch könnte ein sogenannter Grüngürtel für Heidelberg festgelegt werden.
  17. Nachhaltig wirtschaften: Teilnahme von 20 Prozent aller kleinen und mittleren Heidelberger Unternehmen am Netzwerk „Nachhaltiges Wirtschaften“. 
  18. Klimaschutzprüfung: Etablierung einer Klimaschutzprüfung in den Gemeinderatsvorlagen.
Beim Pressetermin zum Klimaschutz-Aktionsplan am Montag, 21. Oktober 2019, in der Heidelberger Stadtgärtnerei (v. l.): Umweltamtsleiterin Sabine Lachenicht, Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner und Dr. Ernst Baader, Leiter des städtischen Landschafts- und Forstamtes.

Weitere Informationen zum 18-Punkte-Aktionsplan findest Du auf www.heidelberg.de.

Inzwischen hat die erste Wasserstoff-Tankstelle in Heidelberg ihren Betrieb aufgenommen - wo Du klimaneutraler tanken kannst.

pm

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