Landgericht Heidelberg

Urteil gefallen: Mann (35) misshandelt und vergewaltigt Freundin

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Der 35-Jährige beleidigt, schlägt und vergewaltigt die eigene Freundin. (Symbolbild)

Heidelberg - Der angeklagte 35-Jährige misshandelt, demütigt und vergewaltigt seine eigene Freundin. Die steht trotzdem lange zu ihm. Jetzt verurteilt ihn das Heidelberger Landgericht:

Der 35-Jährige aus Pforzheim und seine 27 Jahre alte Freundin lernen sich 2016 kennen, als der Mann gerade Gefängnis-Freigang hat. Damals hat sie noch keine Ahnung, welches Martyrium ihr bevorsteht

Denn schnell verwandelt sich die Beziehung in einen lebendigen Albtraum. Im Zeitraum des nächsten Jahres demütigt er sie und prügelt sie wiederholt brutal zusammen.

Horror-Silvester

So auch nach Silvester 2016, welches das Paar in Heidelberg verbringt. Nach mehreren Stunden der Misshandlung, fängt er an, sie zu bedrohen.

Er nimmt einen Strumpf, den er mit einem schweren Gegenstand füllt und kündigt an, er würde ihr die Knie zertrümmern.

Er fuchtelt mit einem Messer vor ihr rum und fängt schließlich an, sie zu würgen bis sie bewusstlos wird. Dann springt er ihr zielgerichtet in den Rücken.

Brutale Vergewaltigung

Doch selbst jetzt macht er nicht Halt: Er reißt ihr die Klamotten vom Leib und vergewaltigt sie. Später entschuldigt er sich für die Tat unter Tränen.

Die Frau vergibt ihm – und bietet ihm somit in den nächsten Monaten die Gelegenheit für weitere Attacken dieser Art. Erst Mitte Juli 2017 – nach einer weiteren Misshandlung – sammelt sie den Mut, mit ihm Schluss zu machen und ihn anzuzeigen.

Aussage gegen Aussage

Vor Gericht streitet der Verurteilte die Anschuldigungen bis zum Schluss vehement ab. Er räumt lediglich eine Ohrfeige und sie einmal an den Armen gepackt zu haben ein.

In der Tat steht es Aussage gegen Aussage. Die Richter schenken aber dem Opfer glauben. Zudem bestätigt die Gerichtsmedizin einige der Verletzungen.

Das Urteil

Der 35-Jährige wird wegen vorsätzlicher und gefährlicher Körperverletzung in mehreren Fällen und wegen Vergewaltigung vom Heidelberger Landgericht zu einer Freiheitsstrafe von acht Jahren mit anschließender Sicherheitsverwahrung verurteilt. 

Der Mann hat einen Hang zu Straftaten und wurde schon mehrfach wegen massiven Gewaltverbrechen verurteilt. Das Verhalten ist somit auch in Zukunft zu erwarten“, begründet Richter Dr. Markus Krumme die Entscheidung des Kollegen.

Die Sicherheitsverwahrung diene dem Zweck, die Gesellschaft vor dem Verurteilten zu schützen.

gs

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