Fünf Kameras geplant

Videoüberwachung am Bismarckplatz und Hauptbahnhof?

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Videoüberwachung: Bald auch am Bismarckplatz und am Hauptbahnhof? (Archivbild) 

Heidelberg - Die Kriminalitätsentwicklung in der Universitätsstadt alarmiert die Stadtoberen. Jetzt könnte auf dem Bismarckplatz und am Hauptbahnhof Videokameras installiert werden.

Der deutliche Anstieg der Kriminalität in den vergangenen zwei Jahren wirkt sich auch auf das Sicherheitsgefühl der Heidelberger aus.

Am Bismarckplatz und am Hauptbahnhof könnten bald insgesamt fünf Kameras installiert werden. Sie sollen helfen, die beiden Plätze, die sich in den letzten Jahren laut Stadtverwaltung zu Kriminalitätsschwerpunkten entwickelt haben, wieder sicherer zu machen.

Am Mittwoch stimmte der Haupt- und Finanzauschuss mit 9:7 Stimmen (eine Enthaltung) der Vorlage der Verwaltung zu, insgesamt 122.000 Euro für die Errichtung der Videoüberwachung bereitzustellen.

„Die Videoaufzeichnung ist eine sehr sinnvolle Maßnahme, die an unseren beiden wichtigsten Umsteigepunkten notwendig ist. Ich bin überzeugt, dass wir damit die Häufigkeiten der Straftaten reduzieren werden und den Menschen ein höheres Sicherheitsgefühl vermitteln können“, sagt Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner.

Am Bismarckplatz sollen zwei Kameras installiert werden, am Willy-Brandt-Platz (Bahnhofsvorplatz) drei. In Abstimmung mit dem Polizeipräsidium werden die gleichen Kameras angebracht, die auch schon in Mannheim zum Einsatz kommen.

Allerdings ist an beiden Standorten keine dauerhafte Überwachung geplant. Vielmehr sollen die Aufnahmen für 48 Stunden im Stadtnetzwerk gespeichert und nur dann ausgewertet werden, falls eine Straftat gemeldet wird.  

Doch noch ist nichts in trockenen Tüchern: Am 18. Mai entscheidet der Gemeinderat über die Einrichtung von Videokameras am Bismarckplatz und auf dem Bahnhofsvorplatz.  

Polizeiliche Kriminalstatistik 2016

Dass der Bismarckplatz und der Willy-Brandt-Platz Kriminalitätsschwerpunkte in Heidelberg sind, bestätigt Thomas Köber, Präsident des Polizeipräsidiums Mannheim. Er stellte in der Ausschusssitzung die Polizeiliche Kriminalstatistik 2016 vor.

Am Bismarckplatz haben sich 2015 insgesamt 94 Fälle von Straßenkriminalität ereignet. Bezogen auf die Fläche im Vergleich zu der Belastung aller Heidelberger Stadtteile zusammen ist die Kriminalitätsbelastung dort 130 Mal höher. Der Willy-Brandt-Platz weist für das Jahr 2015 sogar die 228-fache Belastung auf.

Zahl der Straftaten in Heidelberg deutlich stärker gestiegen

Insgesamt sind laut der Kriminalstatistik in Heidelberg erneut mehr Straftaten verübt worden. Die Zahl der Straftaten pro 100.000 Einwohner ist in Heidelberg seit 2012 um fast 23 Prozent gestiegen – deutlich stärker als in den meisten Städten im Land.

Pforzheim verzeichnet im selben Zeitraum eine Zunahme von knapp 4 Prozent, Karlsruhe um rund 8 Prozent, Freiburg um 11,3 Prozent. In Stuttgart ist die Zahl der Straftaten sogar um 2,35 Prozent zurückgegangen. Nur in Mannheim stieg die Zahl mit 24,4 Prozent noch stärker als in Heidelberg.

Laut Polizeipräsident Thomas Köber sind für Heidelberg deutliche Steigerungsraten bei Straßenraub, Körperverletzungen, Diebstahlsdelikten und Drogenkriminalität zu verzeichnen. Dagegen sind Wohnungseinbrüche weiter zurückgegangen. 

Ebenso bewegen sich sexuelle Übergriffe im öffentlichen Raum sowie schwere Gewaltdelikte auf niedrigem beziehungsweise sehr niedrigem Niveau. Insgesamt ist zudem die Aufklärungsquote hoch.

„Die Kriminalitätsrate steigt in einem Ausmaß, das wir vorher noch nicht hatten. Unser Rang in der Polizeistatistik wird immer schlechter“, sagte Oberbürgermeister Würzner und betonte: „Hier müssen wir reagieren. Die Entwicklung in diese Richtung können wir nicht akzeptieren. Wir brauchen andere Polizeistrukturen, damit sich die Zahlen in eine deutlich andere Richtung entwickeln.“

rmx

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