Plöck, Bismarckstraße, Landstraße

Sind das die 5 gefährlichsten Radwege Heidelbergs? Das sagen Leser, Polizei und ADFC!

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Radfahrer in Heidelberg

Heidelberg - In einer Umfrage wollen wir von unseren Lesern wissen, welche Radwege die schlimmsten der Stadt sind. Das sagen die Polizei und der ADFC Rhein-Neckar zu den Straßen:

Bereits im Mai haben wir unsere Leser dazu aufgerufen, uns die gefährlichsten Radwege Heidelbergs zu nennen. Es gingen seitdem hunderte Rückmeldungen bei uns ein. Vor allem diese fünf Radwege sind dabei besonders häufig von unseren Lesern genannt worden:

  • Bismarckstraße Ecke Bergheimer Straße
  • Brückenstraße
  • Plöck
  • Mittermaierstraße
  • Neuenheimer und Ziegelhäuser Landstraße

Dort seien unter anderem die Radwege zu schmal, Pfosten im Weg oder zu viele Falschparker.

Das sagt die Polizei zu den gefährlichen Radwegen

Wir haben daraufhin bei der Polizei nachgefragt, ob sie auch den Eindruck hat, dass es sich bei den genannten fünf Straßen um besonders gefährliche Radwege handelt. Polizeisprecher Nobert Schätzle gibt an, dass die Fahrbahnen „aus polizeilicher Sicht keine Unfallschwerpunkte“ darstellen. „Viele Menschen haben sicher das subjektive Gefühl, dass es so ist. Dies ist damit zu erklären, dass hier große Verkehrsströme laufen und mehrere Verkehrsbeziehungen entstehen (Radfahrer, sonstige Zweiradfahrer, Autofahrer und Fußgänger, ÖPNV). Statistisch gesehen ist das nicht so, erklärt er weiter.

Und was meint der ADFC?

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Rhein-Neckar/Heidelberg steht ständig mit den städtischen Vertretern auch wegen diesen Straßen in Kontakt. Zu den einzelnen Straßen meint Norbert Schön, Vorstandsmitglied des ADFC:

  • Plöck: Über 1,7 Millionen Fahrradfahrer sind allein im letzten Jahr durch die Plöck gefahren. Leider seien nur Teile der Plöck für den Radverkehr freigegeben. „Wir möchten, dass die Fahrradstraße Plöck analog der Fußgängerzone behandelt wird und nur mit Berechtigung außerhalb der Be- und Entladezeiten befahren werden darf“, so der ADFC Anfang September auf unsere Nachfragen. Das Falschparken sei laut Schön etwas zurückgegangen und (fast) alle fahren dort aufmerksam.
  • Bismarckstraße Ecke Bergheimer Straße: Hier sei der ADFC der Auffassung, dass die Rechtsabbieger auf den Radverkehr achten würden.
  • Brückenstraße: Der ADFC sieht die Straße als eine Kompromisslösung – für alle Verkehrsteilnehmer!
  • Mittermaierstraße: Sie sei „schon immer eine Zumutung für den Rad- und Fußverkehr.“ Für den Fahrrad-Club könne eine neue Neckar- und Gneisenaubrücke etwas Entspannung bringen.
  • Neuenheimer und Ziegelhäuser Landstraße: „Radfahren auf dem Gehweg ist zu unfallträchtig und deshalb nur mit Schrittgeschwindigkeit möglich! Radfahrer sollten Fahrbahn benutzen“, erklärt der ADFC deutlich.

Der ADFC betont, dass die Stadt zwar seit einigen Jahren viele Verbesserungen umsetze, jedoch müsse man den Verkehrsraum teilweise neu verteilen, um das Radverkehrsnetz voranzutreiben. „Viele neu angelegte Radverkehrsanlagen weisen nur die Mindestbreite auf. Bei dem aktuell hohen und den zu erwartenden noch höheren Radverkehrszahlen ist dies nicht ausreichend!“, so der ADFC abschließend.

jol

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