Beim aussteigen verletzt

Lkw-Fahrer klagt gegen Stadt Heidelberg: So lautet das Urteil

+
Das Landgericht Heidelberg lehnt einen Antrag auf Schmerzensgeld gegen die Stadt ab. (Symbolfoto)

Heidelberg - Beim Aussteigen verletzt sich ein Lkw-Fahrer an „Kölner Tellern“. Danach verklagt er die Stadt auf Schmerzensgeld. Nun wird am Landgericht ein Urteil gesprochen:

Bereits am Donnerstag (18. April) fällt am Heidelberger Landgericht ein Urteil. Ein Lkw-Fahrer hatte die Stadt Heidelberg auf Schmerzensgeld verklagt – es geht um mindestens 2.000 Euro. Der Kläger behauptet, er habe sich im Juni 2017 in der Peterstalerstraße in Ziegelhausen verletzt, als er aus seinem Laster ausgestiegen sei. Durch das Auftreten auf so genannte „Kölner Teller“ habe er sich eine schwere Verstauchung des Sprunggelenks zugezogen.

Urteil am Landgericht Heidelberg: Klage ohne Erfolg

Der Kläger ist der Ansicht, dass die Stadt durch das Anbringen dieser Bodenwellen ihre Verkehrssicherungspflicht verletzt hat. Die seien nämlich ohne farbliche Absetzung, ohne Fahrbahnmarkierung und ohne Hinweisschilder angebracht worden.

Die Klage hat allerdings keinen Erfolg. Das Landgericht Heidelberg sieht keine Schuld bei der Stadt. Die sei zwar verpflichtet vor Gefahren zu warnen, hätte in dieser Situation aber nicht falsch gehandelt. Zudem seien die „Teller“ dazu da, dass Fahrzeuge diesen Bereich nicht befahren. Der Kläger hätte die Bodenwellen aber schon teilweise überfahren.  

Kläger hatte genug Platz zwischen den „Tellern“

Auf einem Foto der Unfallstelle ist klar zu erkennen, dass sich zwischen den „Tellern“ und rechts daneben genug Platz befunden hätte, um sicher aufzutreten. Deshalb würde es keine Warnschilder brauchen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, der Kläger kann innerhalb eines Monats in Berufung gehen.  

Nicht zum ersten Mal gibt es einen Rechtsstreit um „Kölner Teller“. Ende 2017 stirbt ein Fahrradfahrer nach einem Sturz in der Wolfsbrunnensteige. Er war dort über die Bodenwellen gefahren und später im Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen. Danach werden drei Mitarbeiter des Verkehrsamts verurteilt.

pm/dh

Das könnte Dich auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare