Kurioser Wahlkampf

Macht die SPD Saarland etwa Wahlwerbung in Heidelberg?

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Anke Rehlinger (41) ist längst Ministerin im Saarland...

Heidelberg – Wahlkampf kurios in Heidelberg! Wirbt die SPD auf Großplakaten mit saarländischen Kandidaten? Oder hat am Ende die CDU ihre Hände im Spiel? Des Rätsels Lösung:

Den Namen dieser SPD-Politikerin auf aktuellen Heidelberger Plakaten wirst Du bei der Bundestagswahl am 24. September auf keinem Wahlzettel in der Kurpfalz finden...

Denn erstens ist Spitzenkandidatin Anke Rehlinger (41) seit der längst vergangenen Landtagswahl am 26. März 2017 stellvertretende Ministerpräsidentin und zweitens im Saarland!

Voller ‚Panik‘ reagiert die CDU Heidelberg am Dienstag (29. August) auf die mehrfach im Heidelberger Stadtgebiet aufgestellten Großplakate. Und kommentiert süffisant: „Die SPD plakatiert jetzt schon ihre Spitzenkandidatin aus dem Saarland (wohlgemerkt: sie hat die Wahl verloren) in Ziegelhausen unterhalb des Klosters. Nach mehreren Telefonaten steht fest: Ziegelhausen gehört auch weiterhin zur Kurpfalz! Wir können aufatmen. Und bitte liebe SPD, auch wenn es wirklich lustig ist: lasst das zukünftig sein. ☺

Doch es wäre kein Wahlkampf, wenn die SPD die Angelegenheit nicht komplett anders sehen würde. So reagiert die SPD Heidelberg bei Facebook „verwirrt“ – und schiebt die Schuld der Union in die Schuhe. Unter dem Hashtag Plakatgate posten die Sozialdemokraten: 

Das erste Posting der CDU Heidelberg bei Facebook.

Demnach habe die CDU nicht genügend Plakattafeln und die alten SPD-Tafeln ausgeliehen, um sie zu überkleben. „Was aber gar nicht geht: Die irreführenden Tafeln aufzustellen, bevor die richtigen Plakate da sind. #Plakatgate“, moniert die SPD. „Diese unfairen Methoden verurteilen wir.

Angeblich will die CDU Heidelberg den Besuch von Kanzlerin Angela Merkel (63, CDU) am 5. September (17 Uhr) auf dem Uniplatz bewerben, bestellt kurzerhand eingelagerte Aufsteller im Saarland...

Und der Heidelberger SPD-Bundestagsabgeordnete Lothar Binding (67) kann sich einen Seitenhieb nicht verkneifen: „Liebe CDU Heidelberg, wir freuen uns über eure Unterstützung. Schön, dass ihr SPD-Plakate aufstellt, beim nächsten Mal aber bitte die richtigen Plakate. #plakatgate

Währenddessen gehen die Sticheleien bei Facebook zunächst weiter: Dem Kommentar „Liebe CDU Heidelberg, das war jetzt wohl ein Eigentor.“ entgegnet die Union „Liebe SPD HD, also wir werden eure Aussage mal prüfen. Wäre aber so oder so ein skurriler Vorgang...

Nach Prüfung des Sachverhalts gibt die CDU Heidelberg dann um 14:44 Uhr kleinlaut in einem Facebook-Posting zu: „Liebe SPD Heidelberg, nach Rücksprache mit unserer Wahlkampfleiterin tut es uns sehr leid. Sorry! Tatsächlich werden an dieser Stelle bald Plakate unseres Abgeordneten hängen. Warum die Plakatierfirma diese ohne Überkleben so aufgestellt hat, werden wir jetzt klären müssen. Aber bis morgen wird Anke R. verschwunden sein, versprochen. So hat nun auch der Wahlkampf in Heidelberg seinen Aufreger und ihr habt etwas zu lachen. Mal schauen, ob es der letzte bleibt. Solltet ihr Plakate von Annegret Kramp-Karrenbauer benötigen: bitte melden.

Nicht der einzige Plakat-Ärger derzeit in Heidelberg: An mehreren Stellen machen Großplakate (sogenannte „Wesselmänner“) Werbung für einen Zirkus in Hamburg.

>>> In Heidelberg! Zirkus macht Werbung für Shows in Hamburg

>>> Open-Air-Wahlkampf: Kanzlerin Merkel auf Uniplatz!

pek

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