Seine Ausrede ist haarsträubend 

Ausweiskontrolle wegen ‚Terrorverdacht‘: Falscher Polizist jetzt vor Gericht!

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Der 24-Jährige muss sich nun vor dem Amtsgericht Heidelberg verantworten. 

Heidelberg - Im Dezember 2017 spricht ein Mann (24) gezielt Menschen mit Migrationshintergrund an und kontrolliert ihre Papiere – doch er ist gar kein Polizist! Nun muss er sich vor Gericht verantworten. 

Wegen einer verlorenen Wette hat sich ein junger Mann in Heidelberg als Polizist ausgegeben - und Menschen mit ausländischem Aussehen wegen eines angeblichen Terrorverdachts kontrolliert. Deswegen muss sich der 24-Jährige am Donnerstag vor dem Amtsgericht Heidelberg verantworten - wegen Amtsanmaßung. 

„Er hat vorwiegend Menschen mit Migrationshintergrund angesprochen“, sagt eine Gerichtssprecherin. Im Gespräch habe er als Begründung einen Terrorverdacht genannt und deren Papiere kontrolliert. Einem von ihnen sei das komisch vorgekommen - er meldete den Vorfall, der sich im vergangenen Dezember ereignete, der echten Polizei. 

Dort gab der 24-Jährige an, eine Wette verloren zu haben. Der Gerichtssprecherin zufolge trug er einen Pullover und eine Mütze mit der Aufschrift „Polizei“, die er sich wohl im Internet besorgt hatte. Amtsanmaßung kann eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe zur Folge haben.

dpa/kp

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