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Heidelberg/Mannheim: Eskalation bei Corona-Kontrolle – 30-Jähriger beißt Polizistin

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Von: Josefine Lenz

Heidelberg/Mannheim - Die Polizei kontrolliert zahlreiche Plätze, um Ansammlungen zu verhindern. Teilweise bleibt es ruhig, jedoch nicht überall:

Nachdem die Neckarwiese in Heidelberg in den vergangenen Tagen immer wieder zu Eskalationen gekommen ist, hat die Polizei die Kontrollmaßnahmen erhöht. Besonders an Feiertagen und am Wochenende zeigen die Beamten eine starke Präsenz, um weitere Ansammlungen zu verhindern. Teilweise wird die Neckarwiese in Heidelberg sogar komplett gesperrt. Auch am Freitagabend (4. Juni) zieht die Polizei ihre Kreise, unter anderem am Neckarvorland in Heidelberg und Mannheim sowie in den Innenstädten. Am Samstag veröffentlicht anschließend das Polizeipräsidium Mannheim eine Bilanz von den Abendstunden.

Heidelberg/Mannheim: Großkontrolle am Freitagabend – Altstadt wird zum Hotspot

Positiv verläuft der Freitagabend an beliebten Anziehungspunkten wie der Bismarckplatz, Neckarwiese und Philosophenweg in Heidelberg und Innenstadt, Wasserturm sowie Stephanienufer und Jungbuschpromenade in Mannheim. Nur sehr wenige Menschen halten sich dort auf. Gegen 19 Uhr etwa sind 350 Menschen auf der Neckarwiese und die Stimmung ist entspannt. Lediglich ein paar Kleingruppen von Jugendlichen werden von den Beamten ermahnt. Neben der Streife sind auch vier Polizisten mit Pferden im Einsatz. Gegen 22 Uhr ist die Neckarwiese komplett leer. Doch während auf der einen Neckarseite die Situation recht ruhig ist, bilden das Neckarufer in Mannheim und die Altstadt in Heidelberg Ausnahmen.

Heidelberg: Dieses Mal ist nicht die Neckarwiese das Problem

Schon frühzeitig herrscht in der Heidelberger Altstadt großer Andrang auf die gastronomischen Betriebe und die Außenbewirtungen. Während nach Schließung der Lokale um 22 Uhr viele Menschen die Altstadt ohne Zwischenfälle verlassen, stellen die Einsatzkräfte von Polizei und Kommunalem Ordnungsdienst einen großen Zustrom junger Menschen, auch noch nach 22 Uhr in die Altstadt fest. Viele bringen Alkohol mit und wenn der leer ist, wird beim Kiosk für Nachschub gesorgt. Gegen 23 Uhr bildet sich eine lange Schlange von rund 50 Personen vor dem Geschäft. Neben den Wartenden befinden sich rund 100 Personen ganz in der Nähe.

Da durch das enge Anstehen die Einhaltung der Corona-Regeln nicht gegeben ist und der Betreiber des Kiosks keine Möglichkeiten sieht, einen geregelten Ablauf zu organisieren, wird der Betrieb durch Beamte des Kommunalen Ordnungsdienstes kurz nach 23 Uhr untersagt. Die zum Teil schon erheblich alkoholisierten
Personen werden zum Gehen aufgefordert und kommen dem auch nach.

Heidelberg: Betrunkene Menschen halten Polizei auf Trab – 30-Jähriger beißt Beamtin in Finger

Kurz nach Mitternacht kommt es beim Heumarkt zu einer lautstarken Auseinandersetzung innerhalb einer Gruppe. Als Unterstützungsbeamte der Bereitschaftspolizei einschreiten und Platzverweise erteilen, setzt sich ein 26-jähriger Leimener gegen zwei Beamte zur Wehr. Der betrunkene Mann wird festgenommen und auf dem Revier eine Blutentnahme durchgeführt. Die Nacht über bleibt er zur Ausnüchterung in Polizeigewahrsam.

Kurz nach 1 Uhr kontrolliert die Polizei in der Fußgängerzone einen 30-jährigen Mosbacher. Dieser attackiert ebenfalls die Beamten und beißt einer Polizistin in den Finger. Daraufhin landet Mann im Gewahrsam, die Beamtin wird leicht verletzt.

Darüber hinaus führt die Polizei Autokontrolle durch, um Posern zu erwischen. Insgesamt werden 35 Fahrzeuge und fast 40 Personen in der Freitagnacht kontrolliert. Vier Autofahrer werden wegen „Unnötigen Lärmens“ angezeigt.

Mannheim: Ansammlungen am Neckarufer – Aggession gegen Polizei

Auch in Mannheim sind die beliebten Treffpunkte sehr spärlich frequentiert. Lediglich am Stephanienufer sind in der Spitze wenige hundert Menschen; die Jungbuschpromenade säumen gerade einmal 100 Personen in der Spitze. Einsetzender Regen beschleunigt die Abwanderungen. Am Neckarufer, unterhalb der Kurpfalzbrücke, haben sich nach der Wetterberuhigung gegen 23 Uhr wieder rund 200 Personen versammelt. Viele davon sind gegenüber den Beamten verbal aggressiv. Durch polizeiliche Präsenz in deutlicher Größenbesetzung wandern schließlich alle ab.

Auch in Mannheim registriert die Ermittlungsgruppe „Poser“ der Mannheimer Verkehrspolizei nur wenige Poser im Stadtgebiet. Zehn Fahrzeuge werden über den Abend hinweg angehalten und Aufklärungsgespräche geführt, zehn Platzverweise werden erteilt.

Großkontrolle in Heidelberg/Mannheim: Polizei zieht Bilanz

Der polizeiliche Großeinsatz wird auch bis zum kommenden Montagmorgen, insbesondere an den neuralgischen Punkten in Heidelberg und in Mannheim fortgesetzt.

Die Bilanz in Zahlen:

Heidelberg

Mannheim

  (pol/jol)

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