Gegen Diebe und Dealer

Wegen Kriminalität: Neckarwiese soll mehr Licht bekommen

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Ordnungsbürgermeister Wolfgang Erischon will mehr Licht auf der Neckarwiese. (Symbolfoto)

Heidelberg - Mit einem neuen Beleuchtungskonzept will die Stadt gegen Kriminalität an der Neckarwiese vorgehen. So sollen sich die Bewohner dort abends wieder sicher fühlen: 

Die Neckarwiese gehört zu Heidelbergs schönsten und romantischsten Orten. Doch nachts gibt es hier regelmäßig Problemen mit Diebstählen, aggressiven Betrunkenen und Drogendealern!  Viele Besucher schreckt dies ab und die Anwohner sind genervt von der Situation. 

Die Stadt berät schon lange, wie sie gegen die steigende Kriminalität dort vorgehen soll. Ordnungsbürgermeister Wolfgang Erichson schlägt daher ein neues Beleuchtungskonzept vor.  

Um steigende Aggressionen sowie Lärm und Gewaltbereitschaft - insbesondere alkoholbedingt - in den Griff zu bekommen, ist das neue Beleuchtungskonzept notwendig“, meint Erichson. Seit bereits zehn Jahren gibt es am Ufer die so genannte ‚Stresser-Beleuchtung‘, um Kriminelle abzuschrecken. Diese reicht wohl aber nicht mehr aus. 

Mit mehr Licht gegen die Verbrecher

Gemeinsam mit den Stadtwerken testet die Stadt derzeit, inwieweit die Helligkeit der vorhandenen Scheinwerfer verstärkt werden kann. Weitere Masten könnten sinnvoll sein“, betont Erichson. Zusätzlich beleuchte die Polizei die Wiese von einem Boot aus, was aber den Schiffsverkehr und die Anwohner beeinträchtigt. 

„Genau wegen solcher Feinjustierungen wie dem Helligkeitsgrad und der Ausrichtung der Schweinwerfer machen wir eine vierwöchige Probephase“, erklärt der Ordnungsbürgermeister. Er gehe davon aus, dass die geplanten Maßnahmen auch bei Studenten gut ankomme, da gerade junge Menschen oft Opfer von Diebstählen und Belästigungen an der Wiese sind.

Einige sehen den Plan aber kritisch, da die Scheinwerfer das Panorama der Romantikstadt Heidelberg störe. Gegen diese Kritik antwortet Erichson:„ Mit der Romantik ist es nicht mehr weit her, wenn auf einem großen, dunklen Areal am Flussufer ein Angstraum entsteht, der keinerlei Aufenthaltsqualität mehr hat.“

dpa/dh

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