300 Heidelberger bei Demo

„Was die EU und BRD tun, ist unterlassene Hilfeleistung“

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In Heidelberg kommen 300 Demonstranten zusammen, um für die Seenot-Rettung von Flüchtlingen zu demonstrieren. (Symbolbild)

Heidelberg - Die 300 Demonstranten – ebenso wie die vielen hundert im Rest von Deutschland – haben eine klare Botschaft: Lasst die Rettungsschiffe für die Flüchtlinge durch!

Mehrere Hundert Menschen beteiligen sich in Heidelberg und Ulm an Demonstrationen für die Seenotrettung von Flüchtlingen auf dem Mittelmeer. 

Die Protestierenden machen sich am Samstag (7. Juli) auch für sichere Fluchtrouten stark. Sie folgen damit einem Aufruf der Initiative ,Seebrücke‘, einem Bündnis von Organisationen der Flüchtlingshilfe. 

Auch in anderen deutschen Städten gibt es Demonstrationen, wie beispielsweise in Berlin, Leipzig, München und Frankfurt/Main. In Ulm kommen nach Angaben der Organisatoren rund 100 Menschen zusammen, in Heidelberg nach Schätzungen der Polizei bis zu 300! 

Unterlassene Hilfeleistung

Einige Demonstranten tragen orangene Rettungswesten sowie Rettungsringe. Auf Plakaten ist unter anderem zu lesen: „Menschen statt Grenzen schützen". 

Die Europäische Union und die Bundesregierung müssen den Einsatz von Helfern für die Seenotrettung entkriminalisieren, fordert der Ulmer „Seebrücke"-Organisator Marcel Emmerich. „Was die EU und die Bundesregierung tun, ist unterlassene Hilfeleistung“, sagt er bei der Kundgebung. 

Es sterben mehr als seit Jahren

Seit Jahresbeginn sollen bei der Flucht über das Mittelmeer so viele Menschen umgekommen sein wie seit Jahren nicht mehr. Laut UN-Angaben gelten mehr als 1400 Menschen als vermisst

Mehrere Mittelmeer-Anrainer, darunter Italien, Spanien und Malta, hatten Rettungsschiffe in der vergangenen Zeit oft abgewiesen oder teilweise am Auslaufen gehindert.

dpa/gs

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