EIMX-Studie veröffentlicht

Teures Heidelberg: Was bringt die Mietpreisbremse wirklich?

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Wohnraum in Heidelberg ist wertvoll. Laut EIMX-Studie 2015 liegt die Unistadt auf Platz vier der teuersten Städte Deutschlands.

Heidelberg – Die Unihochburg Heidelberg gehört laut EIMX-Studie zu den teuersten Städten in Deutschland. Seit 1. November 2015 gilt hier auch die Mietpreisbremse. Doch was bringt sie eigentlich?

Pünktlich zum Start der Mietpreisbremse in Heidelberg veröffentlicht das Onlineportal „ImmobilienScout24“ die neue EIMX Studie: ein Ranking, das Mietpreise im Verhältnis der jeweiligen Kaufkraft einer Stadt einordnet.

Heidelberg belegt mit 23,1 Prozent Wohnkostenanteil an der Kaufkraft je Haushalt im Jahr 2014 den vierten Platz aller deutschen Städte! Nur knapp getoppt von Regensburg mit 23,2 Prozent auf dem dritten Platz. An erster Stelle liegt Freiburg im Breisgau mit 29,3 Prozent und auf dem zweiten München mit 27,1 Prozent.

Zugleich wird am Dienstag Kritik laut, dass die seit 1. November in vielen Städten gültige Mietpreisbremse in Leere liefe. Drei Viertel der Städte mit Mietpreisbremse hätten überhaupt keinen Mietspiegel und damit keine Vergleichswerte. Mieten dürfen mit dem neuen Gesetz bei Wiedervermietung nur noch maximal zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Mit dem neuen Gesetz wurde auch eine neue Regelung über Maklergebühren eingeführt. Diese gilt bereits seit 1. Juni 2015.

>>> Was bedeutet die Mietpreisbremse genau?

Heidelberg jedoch hat einen Mietspiegel, der auch öffentlich zugänglich ist. Laut Stadt könne die Einführung der Mietpreisbremse dazu beitragen, den Anstieg des Mietpreises bei einer Wiedervermietung zu dämpfen. Die Erstvermietung einer neu gebauten Wohnung oder einer umfassend modernisierten Wohnung ist von der Regelung nicht betroffen. Ende Juli beantwortete Bundesjustizminister Heiko Maas Fragen zu den teuren Mietpreisen und der neuen Gesetzeslage in Heidelberg.

Mieterverein übt Kritk

Der Heidelberger Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 23. Juli 2015 die Aufnahme in die Gebietskulisse begrüßt und einstimmig eine positive Stellungnahme der Stadt beschlossen. Neben Heidelberg sind im Rhein-Neckar-Kreis auch die Gemeinden Brühl, Dossenheim, Edingen-Neckarhausen, Eppelheim, Hemsbach, Leimen und Sandhausen In Leimen, Eppelheim und Sandhausen regte sich allerdings Widerstand.

Diese Gebietskulisse, also das Verzeichnis der infrage kommenden Gemeinden, weise große Lücken auf und müsste eigentlich ergänzt werden, eine Mitteilung des Mietervereins Heidelberg. „Wohnungsmangel und in dessen Folge weiter steigende Mieten sind im Rhein-Neckar-Kreis kein isoliertes Problem in einigen Orten. Die ausreichende Versorgung der Bevölkerung mit Mietwohnungen zu angemessenen Bedingungen ist längst ein Flächenproblem“, erklärt Lothar Binding, Vorsitzender der Interessenvertretung.

Es sei völlig unverständlich, warum zum Beispiel die Stadt Mannheim und Gemeinden wie Schwetzingen, Schriesheim und Ladenburg nicht in die Verordnung aufgenommen wurden. Eigentlich müsste die Mietpreisbremse in großen Teilen des Landkreises zur Anwendung kommen. 

sag

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