Dank Mäzenen und Sponsoren

Umbau der Stadthalle zum Konzerthaus schon 2018? 

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Durch die Sanierung soll untere anderem eine bessere Sicht auf die Bühne gewährleistet werden. (Archivbild) 

Heidelberg - Die Stadthalle könnte schon in den kommenden Jahren saniert und zum Konzert- und Kulturhaus weiterentwickelt werden. Entsprechende Pläne diskutiert der Gemeinderat kommende Woche.

Die Stadthalle könnte damit mehrere Funktionen erfüllen: als Konzerthaus nach international erstklassigen Standards, als Ort für ein breites gesellschaftliches Veranstaltungsangebot und schließlich auch als Anbieter von Abendveranstaltungen für das neue Konferenzzentrum, das in den kommenden Jahren in der Bahnstadt entsteht. 

Der Impuls für eine Weiterentwicklung der Stadthalle zum jetzigen Zeitpunkt geht zurück auf eine Initiative von Mäzenen und Sponsoren aus dem Freundeskreis des Heidelbergers Frühlings. Die Pläne werden im kommenden Haupt- und Finanzausschuss des Heidelberger Gemeinderates am 27. September 2017 öffentlich vorgestellt.

Die Stadthalle bietet seit 1903 unterschiedlichsten Veranstaltungen in Heidelberg ein Zuhause. Das Kongresshaus am Neckar ist jedoch in die Jahre gekommen und muss umfangreich saniert werden. Dafür beschloss der Gemeinderat im vergangenen Jahr klare Vorgaben: Konferenzen und Tagungen ziehen künftig aus der Altstadt in das neue Konferenzzentrum in der Bahnstadt. 

Falls der Gemeinderat zustimmt, könnte die Stiftung voraussichtlich bereits zum 
1. Januar 2018 ihre Arbeit aufnehmen. (Archivbild) 

Die Stadthalle mit ihrem historischen Ambiente kann sich dann auf ihre Stärken konzentrieren: als gute Stube Heidelbergs, für Kultur auf internationalem Niveau genauso wie Nutzungen durch kulturelle Initiativen, Vereine und die Bürgerschaft. Zudem soll die Stadthalle mit abendlichen Empfängen eine ideale Ergänzung zum neuen Tagungszentrum bieten.

Tagen im neuen Konferenzzentrum, Feiern in der Stadthalle 

Durch die Sanierung soll eine erheblich verbesserte Konzertsituation für Publikum und Künstler entstehen. Die Stadthalle würde damit zu der dringend notwendigen, adäquaten Spielstätte für die Konzertveranstaltungen in der Stadt, vor allem aber auch für den Heidelberger Frühling

Das Festival ist mit rund 130 Veranstaltungen und mehr als 46.000 Besuchern eines der größten Konzertfestivals Deutschlands. Es zieht jedes Jahr Weltstars der klassischen Musik in die Universitätsstadt. Für das Hausorchester der Stadt, das Philharmonische Orchester, würde die Stadthalle ebenso hervorragende Bedingungen bieten wie auch für die vielen kulturellen Initiativen und Vereine, etwa beim Jugendtanztag oder den gesellschaftlichen Bällen, Festen und Empfängen. 

Nach dem Motto „Tagen im neuen Konferenzzentrum, Feiern in der Stadthalle“ wird die Stadthalle zudem Tagungsgästen bei Abendveranstaltungen eine optimale Ergänzung bieten. Das neue Konferenzzentrum am Czernyring in der Bahnstadt soll bis 2021 fertiggestellt werden.

Bessere Sicht auf die Bühne 

Die unterschiedliche Nutzung der Stadthalle soll unter anderem durch den Einbau von Hubböden gewährleistet werden. Damit sind sowohl ansteigende Sitzreihen möglich als auch eine durchgehende Ebene. Die Bedürfnisse bisheriger Veranstaltungen werden dabei genauso berücksichtigt wie die Ansprüche künftiger Events. Die Besucher sollen auf den Sitzplätzen eine bessere Sicht auf die Bühne erhalten und von einer deutlich verbesserten Akustik profitieren. Alle Umbauten beschränken sich auf die Innenräume. Die Fassade der Stadthalle bleibt unverändert.

Grundlage für die Nutzung der Stadthalle bildet ein Nutzungskonzept, das von der Heidelberg Marketing GmbH und der Heidelberger Frühling gGmbH erstellt wurde. Die architektonische Machbarkeitsstudie hierzu wurde vom Büro Waechter + Waechter Architekten erarbeitet. Der Haupt- und Finanzausschuss des Gemeinderates hatte 2016 einen entsprechenden Arbeitsauftrag erteilt. Das Büro Waechter + Waechter hatte bereits die Sanierung des Heidelberger Theaters geplant.

Impuls von Sponsoren und Mäzenen 

Die Modernisierung der Stadthalle soll durch Unterstützung eines Initiativkreises möglich werden, der sich aus der Gruppe der Mäzene und Sponsoren des „Heidelberger Frühling“ gebildet hat. Erste sehr großzügige Zusagen zur finanziellen Unterstützung liegen bereits vor. Die Modernisierung soll aufgrund der Finanzierung durch Dritte – wie auch schon bei der erfolgreichen Theatersanierung – über die Theater- und Orchesterstiftung Heidelberg erfolgen, auf die die Stadthalle samt Grundstück übertragen werden soll. Verwaltet würde die Stiftung von der Stadt Heidelberg.

Die Zustimmung des Gemeinderats vorausgesetzt, könnte die Stiftung voraussichtlich bereits zum 
1. Januar 2018 ihre Arbeit aufnehmen. Bei entsprechend erfolgreichem Spendenverlauf könnten die Sanierungsarbeiten bereits Ende 2018 beginnen.

Stadt Heidelberg/kp

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