Elf Tweets werden verfolgt

Nach Amokfahrt: Verfahren wegen Twitter-Beiträge

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Nach Amokfahrt: Verfahren gegen Twitter-Beiträge

Heidelberg - Nach der tödlichen Autofahrt in eine Menschengruppe Ende Februar hat jetzt die Polizei die Verfolgung einiger beleidigender Tweets beantragt:

Es ist schon über sieben Wochen her, als ein 35-Jähriger auf den Bismarckplatz fuhr und einen Menschen in den Tod riss. Nach der Amokfahrt waren zahlreiche Tweets bei der Polizei eingegangen, in denen die Beamten beleidigt oder Muslime für die Todesfahrt verantwortlich gemacht wurden. Die Polizei beantwortete einige ungewöhnlich scharf und betonte: "Und nun noch mal für alle: Tatverdächtiger: Deutscher OHNE Migrationshintergrund!"

Screenshot eines Tweets und der Reaktion des Polizei 

Nun hat die Polizei der Justiz elf Twitter-Beiträge zur Verfolgung vorgezeigt.

Die Tatvorwürfe reichen von Beleidigung über üble Nachrede bis zu Volksverhetzung, sage ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Heidelberg. Acht Verfahren, die sich gegen unbekannte Täter richten, seien eingestellt worden, da die Verfasser der jeweiligen Internetkommentare nicht ermittelt werden kann. Für zwei Verfahren mit bekanntem Verfasser seien andere Justizorgane zuständig, ein Verfahren betreffe Heidelberg. 

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dpa/jol

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