Öffentlicher Nahverkehr

Wie geht es mit dem eTarif weiter?

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Mit der „Touch & Travel“-App können Fahrgäste von der oftmals günstigeren Luftlinienberechnung profitieren. 

Heidelberg - Seit 2015 können Fahrgäste in der Universitätsstadt den günstigen eTarif über das Smartphone nutzen. Ende November wird die zugehörige App eingestellt. Wie gehts weiter?

Den eTarif konnten die Grünen im Gemeinderat durchsetzen: Seit Anfang 2015 profitieren Fahrgäste, die ihre Fahrt im Heidelberger Nahverkehr über die Smartphone-App „Touch&Travel“ buchen, von der oftmals günstigeren Luftlinienberechnung (WIR BERICHTETEN).

Dabei setzt sich der Fahrpreis aus einem Euro Grundgebühr plus 20 Cent je gefahrenem Luftlinienkilometer zusammen.

Laut einer Studie kommt der eTarif bei den Fahrgästen sehr gut an. Über 80 Prozent der Befragten fanden den Tarif „(sehr) gut“. Der Studie zufolge erfüllt der eTarif die zentralen Kriterien eines idealen Tarifsystems im ÖPNV hinsichtlich „Einfachheit, Verständlichkeit, Übersichtlichkeit, Flexibilität, Individualität, Transparenz, Kontrolle und eines guten Preis-Leistungs-Verhältnisses.“ 

So gut, so schön – schade nur, dass die Deutsche Bahn die Smartphone-App „Touch&Travel“, über die VRN-Kunden bislang den Luftlinientarif nutzen konnten, zum 30. November einstellt. 

Wie geht es mit dem eTarif weiter?

Ein VRN-Sprecher räumt ein, dass es zu einer „kurzen ‚Versorgungslücke“ kommen könne, „da die die Zusammenarbeit mit dem Anbieter Deutsche Bahn und mit den vielen Partnerverbünden in Deutschland sehr kompliziert ist und das System mit der Kündigung durch die Deutsche Bahn für uns sehr viel teurer wird.

Dennoch geht man bei der VRN aber davon aus, dass man den Kunden zum 1. Januar 2017entweder das gleiche System (mit anderem Namen) oder ein vergleichbares System oder sogar beides anbieten könne“, so der Sprecher. 

Dann will der VRN den transparenten und oftmals günstigeren eTarif übrigens nicht nur in Heidelberg, sondern im ganzen Verbundgebiet anbieten. 

Für die App haben die Heidelberger Grünen einen Vorschlag, der die Mobilität in der Region deutlich verbessern könnte: Eine Multi-Mobilitäts-App, die neben Ticketverkauf und Fahrplanübersicht auch CarSharing und VRNnextbike anbieten soll. „Es wäre schön, wenn die bisher gute und einfache Handhabe der App weiter optimiert und weiterentwickelt würde“, ergänzt Stadtrat Felix Grädler.

rmx

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