Nach mehr als 15 Wochen

Nach Vogelgrippe-Alarm: Pelikane und Co. dürfen wieder raus!

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Die rosa Pelikane genießen das Bad und die Sonne.

Heidelberg – Nach mehr als 15 Wochen „Aufstallung“ zum Schutz der Vögel im Zoo Heidelberg können die Tiere zurück in die Volieren. Das ist nicht spurlos an ihnen und auch nicht am Zoo vorbei gegangen: 

„Besonders für unsere Tiere, aber natürlich auch für unsere Besucher freuen wir uns außerordentlich, dass die Schutzmaßnahmen beendet werden können und unsere Vögel ab dieser Woche wieder in ihren Volieren und Freianlagen zu sehen sind“, so Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann.

Seit dem 18. November wurden viele Vögel, wie beispielsweise die Strauße, Pelikane, Flamingos, Enten und die Vögel aus dem Küstenpanorama hinter den Kulissen untergebracht, um eine mögliche Infektion mit Vogelgrippeviren zu vermeiden. Jetzt ziehen die meisten Vögel wieder in ihre Außengehege.

„Die Belastung für unsere Vögel war sehr groß“, berichtet Simon Bruslund, Vogelkurator im Zoo Heidelberg „Welche Folgen diese Ausnahmesituation für die einzelnen Vögel hat, wird sich noch zeigen. Wir müssen jedoch damit rechnen, dass der Brutzyklus einiger Vögel gestört wurde oder eine diesjährige Brut ganz ausbleiben wird“

Bei den Inkaseeschwalben wird der Zustand der Nistgelegenheiten begutachtet.

Trotz der widrigen Umstände ließen es sich viele Zoofans nicht nehmen, den Zoo zu besuchen und ihren Aufenthalt trotz abgelassener Seen und leeren Volieren zu genießen.

„Es ist ein schönes Glücksgefühl, die Vögel wieder in ihren gewohnten Umgebungen zu sehen“ freut sich Herr Bruslund mit Blick auf die Rosa Pelikane im Wasser bei der Afrikaanlage. 

Zoo vermeldet Einbußen

Ein kleines Trostpflaster war sicherlich auch die Verlängerung des Nebensaisontarifes, der einen günstigen Besuch bei schönem Frühlingswetter ermöglichte. Die Einbußen für den Zoo jedoch sind Mindereinnahmen im fünfstelligen Bereich

Hinzu kamen erhebliche Kosten für die ungeplante Ein-Stallung der Vögel. Der Zoo Heidelberg ruft alle Zoofreunde auf, den Zoo mit ihrem Besuch zu unterstützen. 

Seit März können übrigens die Besucher im Zoo wieder eine Stunde länger, also bis 18:00 Uhr, verweilen. Besonders zum Frühlingsstart ist es ein besonderes Erlebnis, das Erwachen der Natur zu genießen: Tausende Krokusse recken ihre Köpfe aus den Wiesenflächen und die ersten Bäume und Sträucher liefern sich einen Wettkampf, wer wohl mit den schönsten Blüten die Blicke auf sich zieht. 

Im Streichelgehege toben die ersten Jungtiere der Zwergziegen und Rhönschafe und erfreuen besonders die jüngsten Zoobesucher.

pm/kp

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