Wegen fahrlässiger Tötung 

Radfahrer stirbt nach Sturz über Kölner Teller: 3 Verkehrsamt-Mitarbeiter verurteilt!  

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Drei Mitarbeiter des städtischen Amtes für Verkehrsmanagement werden wegen fahrlässiger Tötung in Tateinheit mit fahrlässiger Körperverletzung verurteilt. (Archivbild) 

Heidelberg - Ende Oktober 2017 stirbt ein Fahrradfahrer nach einem Sturz über die Kölner Teller in der Wolfsbrunnensteige. Jetzt werden 3 Verkehrsamt-Mitarbeiter wegen fahrlässiger Tötung verurteilt! 

Der tödliche Unfall in der Wolfsbrunnensteige am 30. Oktober 2017 hat nun juristische Konsequenzen. Ein Radfahrer (41) überfuhr die dortigen Kölner Teller (Bodenwellen), stürzte und zog sich solche schweren Kopfverletzungen zu, dass er am 5. November im Krankenhaus an seinen schweren Verletzungen verstarb. 

Kurze Zeit später wurde erst ein Parkplatz in der Wolfsbrunnensteige entfernt, um den Weg bergab übersichtlicher zu gestalten und die Kölner Teller Ende 2017 schließlich durch sogenannte Rüttelmarkierungen ersetzt

Ermittlungen gegen Verkehrsplaner 

Im März 2018 erklärt der Staatsanwalt, dass gegen einen Mitarbeiter des des städtischen Verkehrsamtes ermittelt werde. Ihm werde vorgeworfen, die Maßnahme so umgesetzt zu haben, wie er sie am Schreibtisch geplant hat – ohne die tatsächlichen Bedingungen vor Ort ausreichend zu berücksichtigen.

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Wie nun die Rhein-Neckar-Zeitung berichtet, wird im November ein Urteil des Amtsgerichtes Heidelberg rechtskräftig. Bei dem Strafverfahren geschah alles auf dem Schriftweg und war somit nicht öffentlich. 

Gleich drei Mitarbeiter des städtischen Amtes für Verkehrsmanagement werden wegen fahrlässiger Tötung in Tateinheit mit fahrlässiger Körperverletzung zu einer  „Verwarnung mit Strafvorbehalt“, also eine Art „Geldstrafe auf Bewährung“ verurteilt. 

Die Höhe der Verwarnung wird mit 30 Tagessätzen angegeben, die Bewährungszeit beträgt zwei Jahre. Die Verurteilten gelten somit als nicht als vorbestraft. Das Urteil wäre so milde ausgefallen, da die städtischen Planer wohl nie mit solch einem Unfall in der Wolfsbrunnensteige gerechnet hätten und die zu schnell fahrenden Radfahrer zumindest eine Teilschuld an den Unfällen tragen würden, so ein Sprecher des Amtsgerichts. 

kp

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