35-Jähriger schweigt weiter 

Neue Details zum Amokfahrer aus Heidelberg bekannt 

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Sechs Tage nach der Amokfahrt werden neue Details über den 35-jährigen Studenten bekannt. 

Heidelberg – Fünf Tage nach der Amokfahrt am Bismarckplatz werden neue Details über den 35-Jährigen Fahrer bekannt. Ob er sich mittlerweile zur Tat geäußert hat, was er studiert hat und wie es weiter geht:  

Am Donnerstag, fünf Tage nach der Amokfahrt am Bismarckplatz, werden neue Details zum Täter bekannt. Wie Pressestaatsanwalt Jochen Braig HEIDELBERG24 auf Anfrage mitteilt, hat sich der Amokfahrer auch nach seiner Verlegung ins Gefängniskrankenhaus am Montag immer noch nicht zu den Vorwürfen geäußert. 

Der 35-Jährige soll nicht in Heidelberg, sondern in der Region Informatik studieren, jedoch seinen Wohnsitz in Heidelberg haben. Er soll sogar wissenschaftlicher Mitarbeiter gewesen sein! Den Vornamen des 35-Jährigen darf uns der Staatsanwalt nach eigener Aussage nicht mitteilen. 

Das mag auch damit zusammenhängen, dass noch gar keine Anklage gegen den Verdächtigen erhoben wurde. Lediglich ein Untersuchungshaftbefehl läge derzeit vor. Bevor Anklage erhoben werde, müsse noch weiter ermittelt werden. Wann Anklage erhoben wird, kann der Staatsanwalt zu diesem Zeitpunkt noch nicht einschätzen.

Die Tat am Bismarckplatz

Der Mann fährt am Samstag (25. Februar) um kurz vor 16 Uhr auf dem belebten Bismarckplatz mit einem gemieteten Opel Astra vor einem Bäckerei-Verkaufsstand an der „Galeria Kaufhof“ in eine Menschenmenge.

Ehe seine Amokfahrt an einer Betonsäule abrupt endet, verletzt er drei Personen – einen 73-jährigen Heidelberger so schwer, dass er zwei Stunden später in der Klinik stirbt. Ein Mann (32) und seine Partnerin (29) kommen glücklicherweise mit Prellungen davon, eine vierte Person rettet sich durch einen Sprung beiseite.

Mann nach Amokfahrt niedergeschossen!

Der deutsche Täter - wie die Polizei immer wieder betont - steigt danach aus und läuft mit einem Küchenmesser bewaffnet die Bergheimer Straße entlang in Richtung Thibaut-Straße. An der Haltestelle „Altes Hallenbad“ läuft der Student schließlich gleich mehreren Streifenwagenbesatzungen in die Arme.

Statt sein Messer trotz mehrfacher Aufforderung niederzulegen, läuft er bedrohlich auf die Beamten zu! Nach dem erfolglosen Einsatz von Pfefferspray fällt schließlich ein Schuss aus einer Dienstwaffe, um den potenziellen Angriff zu stoppen. Mit einem lebensgefährlichen Bauchdurchschuss wird er schließlich in einer Heidelberger Klinik erfolgreich notoperiert.

Heidelberg trauert

Die Heidelberger sind über die Tat bestürzt und legen am Ort des Geschehens Blumen und Kerzen nieder.

OB Würzner und Bürger trauern um Opfer

Seit Mittwoch, 1. März 2017, liegt nun auch im Foyer des Rathauses ein Kondolenzbuch aus.

Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner: „Viele Menschen sind zutiefst schockiert über die schreckliche Tat und fühlen mit den Opfern und ihren Angehörigen. Im Kondolenzbuch können sie ihre Trauer und Bestürzung ausdrücken und ihre Anteilnahme und Solidarität hervorheben. Wir Heidelbergerinnen und Heidelberger rücken angesichts dieser Geschehnisse noch stärker zusammen. In Gedanken sind wir bei den Opfern und ihren Familien und Freunden.“

Das Kondolenzbuch liegt bis einschließlich Freitag, 10. März 2017, im Rathaus aus. Es ist montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr zugänglich. Am Mittwochmorgen gab es bereits die ersten Einträge in das Buch.

Tatverdächtiger schweigt nach Not-OP

Nach seiner Not-OP macht der 35-Jährige, der bislang polizeilich nicht in Erscheinung getreten ist, keine Angaben zur Sache. Weil er nach seinem Bauchdurchschuss nun wieder transportfähig ist, geht es für den Amokfahrer aufgrund seines Untersuchungshaftbefehls am Dienstag weiter in ein Gefängniskrankenhaus. 

Sicherheitsmaßnahmen während Fasnacht erhöht

Drei Tage nach der Schreckenstat zieht der Fasnachtsumzug - trotz Amokfahrt - durch Heidelberg. 

Zwar hätte sich laut Einschätzung der Polizei die Sicherheitslage nicht geändert, doch trotzdem entschließt das Rathaus nach einer Lagebesprechung am Montag, zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. So werden Sicherheitssperren errichtet und über 250 Polizisten, Helfer und Rettungskräfte sind im Einsatz, um die Sicherheit der närrischen Besucher zu gewährleisten.

Dennoch ist nach dem Schock in diesem Jahr vieles anders: Aus Pietätsgründen haben Stadt und Heidelberger Karneval Komitee nämlich Zurückhaltung im Bereich der Unglücksstelle angeordnet!

Heißt: Keine Musik von den Motivwagen, Musikkapellen, Garden und Fußgruppen vom Ende der Bergheimer Straße bis kurz nach der Einfahrt in die Hauptstraße! Bonbons, Konfetti & Co. dürfen jedoch geworfen werden.

>>> Hier geht‘s zu unserer großen Sonderseite zur Amokfahrt in Heidelberg

kp

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