Kompromiss in Sicht

Gastronomie am Neuenheimer Marktplatz: Wirte nicht zufrieden! 

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Am Neuenheimer Marktplatz diskutierte Bürgermeister Wolfgang Erichson (Mitte, mit blauer Krawatte) mit den Vertreterinnen und Vertretern der unterschiedlichen Interessengruppen über das Thema Außenbewirtschaftung.

Heidelberg-Neuenheim - Am Neuenheimer Marktplatz bieten derzeit fünf Betriebe ihre Speisen und Getränke unter freiem Himmel an – doch die Wirte sind mit der Fläche alles andere als zufrieden: 

Insgesamt 153 Quadratmeter stehen den fünf Gastronomiebetrieben („Marktstübel“,„Jules“, „Bar Centrale“, „Café Auszeit“ und die „Patisserie La Flamm“) am Neuenheimer Marktplatz zur Verfügung – verteilt auf den südwestlichen Teil des Marktplatzes zwischen Lutherstraße und Brunnen. 

Jeder von ihnen hat jeweils 35 Quadratmeter Platz, mit Ausnahme der Patisserie, die über 13 Quadratmeter verfügt. 

Doch mit dieser Fläche sind die Wirte nicht zufrieden! 

Sie finden, dass die fünf Teilflächen zu dicht aneinander gedrängt sind und es für die Gäste schwierig sei, sie den einzelnen Betrieben zuzuordnen...

Ihre Forderung: Die Gastronomen würden die fünf Teilflächen – bei gleichbleibender Größe der Gesamtfläche – gerne anders anordnen.

Mit einer Unterschriftensammlung holten sie sich jüngst 600 Unterstützer, die ihre Idee befürworten. 

Doch die Kinderbeauftragten, die Anwohnerschaft und die Vertreterinnen und Vertreter des Stadtteilvereins sind GEGEN eine Neuordnung der Fläche! 

Der Grund:  „Der Marktplatz ist ein öffentlicher Platz, der für alle Bürgerinnen und Bürger frei zugänglich sein muss – auch ohne das gastronomische Angebot zu nutzen. Gerade auch für die vielen Kinder muss der Zugang zum Spielplatz weiterhin leicht möglich sein," betont Bürgermeister Wolfgang Erichson, der sich ein Bild von der aktuellen Lage machte. 

Kompromiss in Sicht

Bei dem Vor-Ort-Termin zeichnete sich nun ein Kompromiss ab. Unter den möglichen alternativen Varianten kristallisierte sich eine heraus, mit der wohl beide Seiten leben könnten: Die Tische und Stühle der Gastronomie konzentrieren sich bei gleichbleibender bewirtschafteter Fläche von 153 Quadratmetern weiterhin auf den südwestlichen Teil des Marktplatzes. 

Zur Entzerrung würde jedoch die genutzte Platzfläche leicht vergrößert, so dass schmale Gänge freigelassen werden und Tische und Stühle lockerer angeordnet werden könnten.

Zudem wurde vorgeschlagen, die neue Anordnung 2016 probeweise für ein Jahr zu testen.

 „Mit dieser Lösung wäre mein Ziel erreicht, möglichst allen Interessen gerecht zu werden“, so Bürgermeister Erichson. Die Vorschläge werden noch vor Beginn der Saison 2016 zunächst dem Bezirksbeirat Neuenheim zur Diskussion und Abstimmung vorgelegt.

Stadt Heidelberg/nis 

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