Beim ‚Lebendigen Neckar‘

Über 2.000 Badeenten liefern sich spannendes Rennen im Neckar

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Heidelberg-Neuenheim - Dutzende Enten werden von einer Brücke geworfen und schwimmen im Wasser um die Wette. Klingt nach Tierquälerei, ist aber ein harmloser Spaß für alle Beteiligten:

Ein besonderes Highlight des Events ‚Lebendiger Neckar‘ in Heidelberg ist am Sonntag (17. Juni) das Entenrennen: über 2.000 Badeenten schwimmen gegen teils massiven Gegenwind rund 100 Meter den Neckar herab. Die Einnahmen werden für gute Zwecke gespendet.

Tausende Badeenten erobern den Neckar

Es ist schon beeindruckend zuzusehen, wenn viele Badeenten von der Theodor-Heuss-Brücke wie ein gelber Vorhang in den Neckar fallen. Danach schwimmen die kleinen, gelben Entchen gemächlich unter den Augen hunderter Zuschauer in Richtung Zielkanal.

Den ganzen Tag kann man bei den Helferinnen und Helfern mit den blauen Shirts und gelben Hüten „Rennlizenzen“ erwerben. Unterstützt werden sie von zwei riesigen Plüsch-Enten. So ein gemütliches Rennen sieht man selten: Flügel an Flügel schwimmen die Entchen den Neckar herab, immer freundlich lächelnd. Von Konkurrenz ist auf dem Wasser keine Spur.

Action am Ufer! Freerider und Livemusik locken Besucher zum ‚Lebendigen Neckar‘

Enten in allen Formen und Farben

Teilweise waren die Enten liebevoll geschmückt. Isabel hat sich gleich zweimal die Mühe gemacht und eine ‚Spiderduck‘ und eine ‚Baywatch-Ente‘ gestaltet: „An der ‚Spiderduck‘ habe ich drei Tage gearbeitet“, erzählt sie uns bei der Abgabe. Nicht beim Rennen antreten darf die Ente von Tanja. Das ukrainische Frühlingskleid wäre wirklich zu schade für das Neckarwasser gewesen. Das Küsschen bei der Abgabe bringt sogar Glück – die Jury wählt Tanjas Entchen zum eindeutigen Sieger!

Bilder vom Entenrennen 2017

Aktionstag „Lebendiger Neckar“ in Heidelberg! 

Der Gegenwind ist übrigens überhaupt kein Problem: eigentlich hätten die Rennenten in einem Trichter aus luftgefüllten Schläuchen in Richtung Ziel schwimmen sollen. Aus dem Trichter wird aber kurzerhand eine Schlinge gemacht und der Ententeppich von hinten leicht geschoben. 

Am Ende ist die Nummer 2928 als erste im Ziel. Insgesamt 150 Enten werden nach und nach unter notarieller Aufsicht aus dem Zielkanal geholt. Zu gewinnen gibt es tolle Preise – zum Beispiel ein Fahrrad oder ein Cabrio-Wochenende.

Der Kassensturz steht noch aus“, sagt Jochen Seitz vom Heidelberger Round Table, der das Entenrennen schon seit drei Jahren organisiert, „wir können aber zufrieden sein“. Über Spenden können sich jetzt die ‚Lernpaten‘ im Emmertsgrund, der SC Neuenheim mit seiner integrativen Rugbygruppe und das Frauenhaus in Mannheim freuen.

chr

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