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So flauschig! Flamingo-Babys tapsen im Zoo Heidelberg

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Flamingo-Nachwuchs im Zoo Heidelberg

Heidelberg-Neuenheim - Der Zoo hat Nachwuchs bekommen! Seit Kurzem haben kleine Flamingo-Küken dort das Licht der Welt erblickt und erkundschaften direkt ihr neues Zuhause: 

Im Heidelberger Zoo brüten derzeit die Flamingo-Pärchen und einige Eltern dürfen sich bereits schon freuen. Denn die ersten Küken sind auf der Welt und erkunden den See. Noch etwas wackelig auf den Beinen tapsen die Jungen umher und fallen dabei schon mal vom kegelförmigen Nest. Ihre fürsorglichen Eltern sind dann aber immer rechtzeitig zur Stelle und können die Babys auch noch im Getümmel ausfindig machen.

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Noch sehen sie ganz anders aus

Die Küken der Kuba-Flamingos sehen aktuell noch ganz anders aus wie die landbeinigen rosafarbenen Erwachsenen. Sie sind grauweiß, flauschig mit kräftigen kurzen Beinen. Im Herbst jedoch sind die Kleinen schon so groß wie alle anderen – nur die typische Farbe bekommen sie erst im Laufe der Zeit. 

Denn: Flamingos erhalten ihr rosafarbenes Federkleid durch die Einnahme kleiner Krebse. Der Farbstoff der Schalentiere (Carotinoide) wird in der Leber der Tiere umgewandelt und im Federkleid eingelagert. Dies sorgt nach einer gewissen Zeit für die charakteristische Farbe. Im Wasser des Sees im Zoo Heidelberg leben ebenfalls Krebse, aber in geringerer Menge. Hier werden zusätzlich spezielle Futterpellets im Wasser aufgelöst, die ergänzend für die typische Gefiederfarbe sorgen. 

Die Kleinen haben ständig Hunger

Für die Eltern gibt es richtig viel zu tun, denn die Kleinen wollen unentwegt gefüttert werden. Die Küken werden mit einer speziellen Nährflüssigkeit, der sogenannten Kropfmilch, gefüttert. Ähnlich wie bei Tauben und Pinguinen wird diese von den Elterntieren in der Speiseröhre gebildet. Eine Besonderheit ist, dass diese Flüssigkeit zusätzlich mit Eigenblut der Elterntiere angereichert wird, wodurch der Nährwert verstärkt wird.

Flamingo-Nachwuchs im Zoo Heidelberg

Die Schnabelform des Nachwuchses ist noch nicht komplett ausgebildet, aber bald werden auch die Jungtiere den typisch abgeknickten Seihschnalbel haben, um gemeinsam mit den erwachsenen Flamingos das Wasser zu filtern.

Übrigens: Für das Brüten und die Aufzucht der Jungen sind beide Elternteile zuständig. Im Regelfall wird ein Ei pro Jahr gelegt. Wenn bald alle Küken geschlüpft sind, werden die Babys sich zusammenschließen und von verschiedenen Altvögeln betreut werden. Vielleicht können die Zoobesucher dann eine ganze Kükenschar auf der Anlage beim Umherstaksen beobachten, die mehr oder weniger geschickt den typischen „Ein-Bein-Stand“ üben.

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pm/jol

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