Inventur

„Volkszählung" im Heidelberger Zoo

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„Volkszählung" im Heidelberger Zoo. Hier: Mähnenibis mit Jungtieren.

Heidelberg-Neuenheim - Bei der jährlichen Inventur des Zoos wird jedes Tier registriert. Das ist auch wichtig bei den vielen unterschiedlichen Bewohnern. Wie schnell ist der Überblick verloren.

Gut zu wissen, dass die beiden Kuratoren des Zoos den Bestand jeder Tierart stets im Auge behalten und akribisch in einer speziellen Tierdatei führen.

Im Rahmen der „Volkszählung“ werden die einzelnen Tiere spezifisch nach Art, Geschlecht und Alter in der Datenbank vermerkt. Das ist wichtig, denn der Tierbestand ist flexibel: Geburten, Wechsel der Tiere zu anderen Zoos und der natürlichen Sterberate verändert sich der Bestand. Während bei den Elefanten die Anzahl der Bewohner derElefanten-Bullen-WG nach dem Auszug Thais durch den Neuzugang von Khin Yadanar Min auf dem gleichen Stand bleibt, wie zu Beginn des Jahres, vermehrten sich die Anzahl der Roten Flamingos um 2 Tiere. Übrigens: Der Elefantenbulle Thai hat sich nach seinem Umzug im August letzten Jahres bereits gut in seinem neuen Domizil in Zürich eingelebt.

Besonders traurig und überraschend war der Tod einer Mähnenrobbe (Holly). Im Affenrevier war der Abschied der Gorilladame Esiankiki, die im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms an den Zoo in Antwerpen wechselte, sehr bewegend. Und eine kleine Gruppe aus dem Heidelberger Bestand der Roloway-Meerkatzen erfreut nun Besucher im Zoo Duisburg.

Im Zuge der neuen Ausrichtung desVogelreviers mit Fokus auf bedrohte Inselvogelarten war es eine freudige Überraschung, als das frisch zugezogene Paar Mähnenibisse, die von der Insel Madagaskar stammen, bereits nach kurzer Eingewöhnungszeit zu brüten begann und seinen Nachwuchs erfolgreich aufzog.

Weitere Neuzugänge in der Vogelwelt des Heidelberger Zoos sind zwei Purpurreiher aus dem Zoo Antwerpen und ein Rotsteißkakadu, eine sehr bedrohte Art, die auf den Philippinen beheimatet ist. 

In Vorbereitung des neuen Streichelzoos zog ein Duroc-Schwein namens Dolores im Zoo ein.

Der neue Falkland-Karakara absolviert zur Zeit noch ein Training hinter den Kulissen, da er später bei der Tierpräsentation auf der Flugwiese vorgestellt werden soll. Die ältesten Mitbewohner des Zoos sind übrigens die sieben Riesenschildkröten. Mit ca. 100 Jahren ist das älteste Tier älter als der Zoo selbst, der 2014 seinen 80. Geburtstag feiern konnte.

Alles in allem hat sich der Gesamtbestand im Zoo Heidelberg  mit 1347 Individuen in 178 Arten minimal im Vergleich zu den Vorjahreszahlen reduziert. Mit 57 Säugetierarten, 95 Vogelarten und weiteren 26 Tierarten, bestehend aus Reptilien, Amphibien, Fischen, Insekten, Spinnen und Weichtieren, präsentiert der Zoo Heidelberg dennoch eine beeindruckende Vielfalt.

Zoo Heidelberg/tin

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