Schnipp, schnapp – Kopf ab!

Schönheitspflege am Neckar: Kopfweiden werden gestutzt! 

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Eine gestutzte Weide am Neckarufer.

Heidelberg-Neuenheim – Was nach einer brachialen Praktik aussieht, ist bei der Kopfweide eine übliche Maßnahme. Doch warum ist es eigentlich nötig, sie bis auf den Kopf zurückzuschneiden?  

Bei Pflegemaßnahmen an der Heidelberger Neckarwiese hat das städtische Landschafts- und Forstamt die Kopfweiden am Neckarufer zurückgeschnitten. Es ist bei diesen Bäumen der übliche Pflegeschnitt, dass sie „auf Kopf“ gestutzt werden – daher auch der Name der Bäume.

Die am Kopf austreibenden Weidenruten werden alle zwei bis drei Jahre geschnitten. Erst diese sogenannte „Schneitelung“ verleiht den Bäumen ihr unverwechselbares Aussehen.

Der Rückschnitt ist bei den Weiden am Neckarufer auch deshalb notwendig, weil sie direkt am Ufer stehen. Ohne Rückschnitt würden die Bäume zu schwer und ins Wasser stürzen. Keine Sorge: Den Kopfweiden werden bis zum Frühjahr bereits wieder viele ein bis zwei Meter lange Triebe nachgewachsen sein.

Bei den Trauerweiden auf der Neckarwiese musste die Stadt bereits im vergangenen Sommer ‚Spitzen schneiden‘. Die langen, biegsamen Äste der Trauerweiden werden von Vandalen immer wieder miteinander verknotet und als Schaukeln zweckentfremdet.

Das Ergebnis: Die Äste brechen, knicken und reissen ab. Die Mitarbeiter des Landschafts- und Forstamtes mussten aufgrund dieser Schäden zunächst die ältere Trauerweide zurückschneiden, die zusätzlich noch durch Stürme geschädigt war.

Fies: Die Vandalen wandten sich daraufhin den kleinen Weiden zu und verknoteten deren Äste ebenfalls, um daran zu schaukeln. Die Stadt musste deshalb auch bei ihnen die unteren, geschädigten Äste kappen.

Stadt Heidelberg/kp

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