Dringende Angelegenheit

Stromausfall und Wassereinbruch: Kopfklinik-Sanierung notwendig!

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In der Kopfklinik herrscht dringender Sanierungsbedarf.

Heidelberg-Neuenheim - Wassereinbruch vor dem OP-Saal oder ein brennendes Kabel, das zum Stromausfall und zur Fast-Evakuation führt: Der Sanierungsbedarf in der Kopfklinik ist unbedingt notwendig:   

Kopfzerbrechen in der Klinik!

Fragt man Irmtraut Gürkan nach ihrem größten Sorgenkind, kommt die Antwort, wie aus der Pistole geschossen: „Die Kopfklinik!“ Die Kaufmännische Direktorin des Uniklikums erzählt im Gespräch mit HEIDELBERG24, was sich dort in nächster Zeit tun soll und welche Rolle die Landesförderung von 87 Millionen Euro dabei spielt.

Der Betrag ist der Heidelberger Anteil vom Sanierungs-Pott. Denn vor kurzem startet Baden-Württemberg eine dringend nötige Investitionsoffensive und bedenkt die Unikliniken Freiburg, Heidelberg, Tübingen und Ulm mit insgesamt 400 Millionen Euro.

Dahin fließt das Geld

Wir stecken das Geld in verschiedene Rubriken“, erklärt Gürkan. „Die Wichtigste: Unser größtes Gebäude, das bereits seit 30 Jahren im Betrieb ist – die Kopfklinik.“

Diese habe in der Vergangenheit für einiges Kopfzerbrechen gesorgt. Rohrbrüche hätten nicht nur einmal dazu geführt, dass Wasser in die Räume eindringt. In einem Fall sogar in den Flur vor – „und zum Glück nicht in“ – den OP-Saal, so die Kaufmännische Direktorin.

Stromausfall und Wasserbrüche

Vor zwei Jahren habe ein Kabelbrand zum Stromausfall geführt: „Da waren wir kurz davor, das Gebäude zu evakuieren.“ Aber auch auf weniger gefährlicher Ebene habe man viele Probleme auf dem Zettel.

So lasse der Komfort sehr zu wünschen übrig: „Die Patientenzimmer sind nicht mehr ansprechend“, meint Gürkan. „Teilweise läuft das Wasser aus dem Duschbecken oder die Plastikelemente fallen ab.“

Zu wenig Platz

Generell sei es in der Kopfklinik zu eng geworden. Es gebe viel mehr Mitarbeiter, die viel mehr Betrieb handeln müssten. Dringend benötige man weitere OP-Räume. Und die kommen auch!

Doch von Beginn: Zunächst, so Irmtraut Gürkan, müsse es an die Planung gehen. Allein für diese seien Kosten von rund 25 Millionen Euro vorgesehen. Wie es bei einer solch teuren Planung mit der Gesamtmaßnahme aussieht, habe man grob überschlagen: „Auf jeden Fall sind es mehr als 200 Millionen Euro“, sagt die Kaufmännische Direktorin.

Wo wird operiert?

Außerdem benötige man, wenn es dann losgeht, eine Ausweichoption für die OP-Räume. An dieser Stelle kämen vorgefertigte Modulbauten zum Einsatz, die quasi „an den bestehenden Bau angeflanscht werden.“

Insgesamt böten sie Raum für vier weitere OPs und blieben auch zukünftig als Erweiterung bestehen. Die Maßnahme soll noch 2018/2019 angegangen werden. 

Neue Notstromversorgung

Des Weiteren stünden auch mehrere kleine- bis mittelträchtige Vorhaben an. Beispielsweise im Verpflegungsbereich – spezieller den Küchen (Kostenpunkt: 6 Millionen Euro). Darüber hinaus lägen mehrere Brandschutzertüchtigungen an, für die 4,6 Millionen Euro veranschlagt seien.

Für die neue Notstromversorgung im Stadtteil Bergheim sei eine Millionen – für diverse, kleinere Sanierungen 11 Millionen vorgesehen.

gs

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