Jugendschutz

Ferienstart: Alkoholverbot auf Neckarwiese?

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Schüler feiern auf der Neckarwiese.

Heidelberg-Neuenheim - Der Ferienbeginn wirft seine Schatten voraus – die Schüler feiern am Mittwoch (26. Juli) den letzten Schultag „auf Bewährung“. Ein Alkoholverbot droht: 

Dieses Mal heißt es Feiern auf Bewährung!

Inzwischen ein „traditionelles“ Ritual am letzten Schultag vor den Sommerferien: Tausende Schüler aus Heidelberg und dem Umland feiern den Ferienbeginn auf der Neckarwiese.

In den letzten Jahren fließt der Alkohol in Strömen – immer wieder müssen Jugendliche nach Alkoholexzessen vor Ort medizinisch versorgt oder sogar ins Krankenhaus gebracht werden.

Vergangenen Mai dann der traurige „Höhepunkt“ der Schülerfeiern auf der Neckarwiese: Mehr als 2.000 Realschüler und Gymnasiasten geben nach abgeschlossenen Prüfungen richtig Gas. Rund 100 Einsatzkräfte (Polizei, Rettungsdienst, DLRG, Kommunaler Ordnungsdienst) haben alle Hände voll zu tun, die Menge in Schach zu halten.

Über 30 Jugendliche müssen in Zelten von Sanitätern betreut werden, zehn werden wegen ihres hohen Alkoholpegels sogar in die Kinderklinik gebracht. Ein 16-Jähriger wird bereits um 13 Uhr in der Kinderklinik eingeliefert – mit 1,6 Promille! 

Zudem hinterlassen die Feiernden die Neckarwiese wie ein Schlachtfeld. Überall liegen Flaschen herum, sogar Toiletten wurden verwüstet. 15 Mitarbeiter der Heidelberger Dienste sind am folgenden Morgen mit den Aufräumarbeiten beschäftigt:

Aufräumarbeiten nach Abschluss-Feiern auf der Neckarwiese

Katalog an Schutzmaßnahmen - Alkoholverbot droht!

Wie in den vergangenen Jahren wollen Stadt und Polizei mit einem „Bündel aus Jugendschutzmaßnahmen“ den (Alkohol-)Exzessen auf der Neckarwiese entgegen wirken.

Nach den Vorkommnissen im Mai feiern die Jugendlichen zum Ferienbeginn 2017 allerdings „auf Bewährung“. So soll es stärkere Kontrollen und Aufklärungsmaßnahmen geben. Zudem werden auch Jugendschutzmaßnahmen durchgeführt und Ordnungsstörungen geahndet. 

Wie die Stadt mitteilt, werde man es vom Verlauf der diesjährigen Feiern abhängig mache, ob man „im kommenden Jahr von der Möglichkeit Gebrauch gemacht wird, am letzten Schultag auf der Neckarwiese ein Alkoholverbot auszusprechen.“ Die Möglichkeit dafür würde man bis dahin wohl schaffen.

Die Bausteine der Jugendschutzaktion:

  • Die Stadt hat im Vorfeld 132 Schulen in Heidelberg und im Rhein-Neckar-Kreis angeschrieben mit der Bitte, die Schüler über die Kontrollen auf dem Neckarvorland zu informieren und sie zum vernünftigen Umgang mit Alkohol aufzurufen. Zudem sollen die Schulen darauf einwirken, dass bei den Feiern anfallender Müll entsorgt wird.
  • Auf der Neckarwiese werden Mitarbeiter von Bürgeramt, Kinder- und Jugendamt, Kommunalem Ordnungsdienst sowie Polizeibeamte die Feiern aufmerksam beobachten. Kinder und Jugendliche werden bei unerlaubtem Alkoholkonsum angesprochen, die entsprechenden Alkoholika beschlagnahmt. 
  • Falls erforderlich, werden die Kinder und Jugendlichen in Gewahrsam genommen und ihren Elte rn übergeben. Mitarbeiter des städtischen Kinder- und Jugendamts werden ebenfalls vor Ort sein und bei Bedarf das Gespräch mit den Eltern suchen.
  • Das Deutsche Rote Kreuz und die DLRG werden auf der Neckarwiese sein, um in Fällen von übermäßigem Alkoholkonsum oder Verletzungen (wie beispielsweise Schnittverletzungen durch herumliegende Glasscherben) rasch Hilfe leisten zu können.
  • Um eine starke Verschmutzung der Neckarwiese zu vermeiden, werden orangene Säcke zum Einsammeln des Mülls an die Schüler verteilt.

pm/rmx

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