SKL-Millionärsclub

Plötzlich Millionär! Lotterie-Gewinner packen aus

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Die SKL-Millionäre v.l.n.r.: Ralf Deuring, Bernd Maassen, Vesna Vekic, Anke Mielitz und Marcus Winter.

Heidelberg-Neuenheim - Der Traum vom Lotteriegewinn: Für einen Dossenheimer ist der Traum wahr geworden! Im Gespräch mit HEIDELBERG24 erzählt er von seinem Leben als Millionär:

Den Traum vom Lotteriegewinn hat jeder mindestens ein Mal gehabt.

‚Wem erzählt man vom Gewinn?‘ ‚Was kauft man zuerst?‘ – Genau diese Fragen stellen sich die Gewinner der SKL-Lotterie tatsächlich. Einer von ihnen ist Ralf Deuring aus Dossenheim. HEIDELBERG24 hat mit ihm bei dem jährlichen SKL-Millionärsclubtreffen gesprochen.

Bereits seit 2005 treffen sich die SKL-Millionäre, um sich auszutauschen und das neueste Mitglied in den Club aufzunehmen. Doch es hört sich alles viel exklusiver an, als es ist... 

In Wirklichkeit sind es sympathische, einfache Menschen, die zufällig mit einem enormen Geldregen gesegnet worden sind und sich nun die Frage stellen: ‚Was tun mit dem Geld?‘

Deuring ist das neueste Mitglied des SKL-Millionärsclubs. Der 55-jährige hat am 1. April in einer SKL-Show im spanischen Málaga eine Million Euro gewonnen. Eineinhalb Jahre hat er gespielt, bis er den Hauptgewinn hatte.

Die erste Tat eines frischgebackenen Millionärs

„Als erstes habe ich eine mobile Klimaanlage gekauft. Das haben meine Frau und ich uns sonst immer verkniffen“, sagt Deuring. Ein sehr bescheidener Wunsch, wenn man bedenkt, dass diese Klimaanlage kanpp 500 Euro gekostet hat. 

Ansonsten bleibt er ganz bescheiden, arbeitet weiterhin im Schreibwarenladen seiner Frau. Deuring ist Vater zweier 17-jähriger Töchter. Stellen die Kinder jetzt mehr Ansprüche? „Ansprüche haben sie auch vorher schon gestellt. Doch jetzt fällt es leichter zu manchen Dingen ‚ja‘ zu sagen“, erklärt der Vater. 

Dass er nun glücklicher ist, kann er nicht behaupten. Er nennt es eher „sorgenfreier“. Denn glücklich sei der Familienvater bereits vorher gewesen. Jetzt könne er sich eben „das eine oder andere Extra“ leisten. Und sich vor allem seinen großen Traum erfüllen: Vor 60 in den Ruhestand zu gehen.

Die erste, die von seinem Millionengewinn erfahren hat, war eine fremde Frau. Der 55-Jährige hat schreckliche Flugangst und versuchte sich während des Rückfluges von Málaga nach Deutschland abzulenken. Er ließ sich in ein Gespräch mit seiner Sitznachbarin verwickeln, die ihn fragte, was er in Málaga gemacht habe. Als er ihr von der SKL-Show erzählt hatte, fragte sie, wer denn gewonnen hatte. Prompt antwortete er: „Ich!“ Da habe ihm die Unbekannte direkt das Haus ihrer Eltern zum Kauf angeboten, erzählt er lachend.

Die SKL-Millionäre v.l.n.r.: Ralf Deuring, Bernd Maassen, Vesna Vekic, Anke Mielitz und Marcus Winter.

Man glaubt es kaum

Zunächst realisiere man nicht, dass man tatsächlich gewonnen habe, erzählen alle Mitglieder des SKL-Millionärsclubs. Erst nachdem das Geld tatsächlich auf dem Konto ist, verstehe man so langsam, dass es wirklich wahr sei. 

Marcus Winter hat im Herbst 2016 eine Million Euro gewonnen. Seit dem hat er sich und seiner Freundin ‚nur‘ den Traum von zwei neuen Autos erfüllt„Ich habe mehrmals am Tag auf mein Konto geschaut und auf das Geld gewartet. Als es dann endlich da war, musste ich erstmal die Nullen nachzählen und konnte es gar nicht fassen“, erzählt Winter. 

Einige Wochen später sei sein Laptop kaputt gegangen und er habe sich einen neuen für 2.000 Euro gekauft. Erst da habe er verstanden, dass er wirklich so viel Geld gewonnen hat, erklärt er.

Auch die Gründerin des SKL-Millionärsclubs ist da: Vesna Vekic gewann 2005 fünf Millionen Euro und wollte sich unbedingt mit anderen Gewinnern austauschen. So hat sie den Club ins Leben gerufen. Seitdem seien auch Freundschaften entstanden, erzählt die 55-Jährige. Sie habe drei Jahre lang spielen müssen, um in die Show eingeladen zu werden, erzählt sie.

Vor dem Gewinn führte sie eine Mode-Boutique in Bayern. Doch sechs Monate später habe sie den Laden aufgegeben, sich ein Haus in München gekauft und würde nun dort zusammen mit ihrem Mann leben. Er arbeitet allerdings weiterhin. „Durch den Gewinn lebt man sorgenfreier und zufriedener“, erzählt sie HEIDELBERG24. Auch sie kann nicht sagen, dass sie jetzt glücklicher ist. Glück kann man sich nicht kaufen - zum Beispiel Liebesglück.“

„Ich wollte nicht, dass jemand traurig ist.“

Auch sie hat in der Show gewonnen und spendierte jedem ‚Verlierer‘ 5.000 Euro. Sie habe sich vorgestellt, wie es für sie wäre, ohne Gewinn nach Hause zu gehen. „Ich wäre traurig gewesen und ich wollte nicht, dass jemand an einem Tag, an dem ich so viel Glück gehabt habe, traurig ist“, erzählt die 55-Jährige.

Ein weiterer Gewinner ist Bernd Maassen. 2014 gewann er eine Million Euro und tourt seit dem im Wohnmobil durch die Weltgeschichte – und das mit 74 Jahren! Außerdem organisiert er zusammen mit einer Kirche Jugendreisen durch Europa. Er selbst fährt als Begleiter mit und übernimmt einen Teil der Kosten für die Jugendlichen, deren Eltern es sich nicht leisten können, in den Urlaub zu fahren.

Einen richtigen Glückstag hatte auch Anke Mielitz. An ihrem 40. Hochzeitstag hat auch sie eine Million Euro gewonnen. Sie musste nicht lange auf den Jackpot warten: Eine Woche nachdem sie sich ein Los der SLK-Lotterie gekauft hat, wurde sie schon in die Show eingeladen und gewann direkt die Million. Kurze Zeit später ist die Rentnerin Oma von Zwillingen geworden und verwöhnt ihre Enkel regelmäßig. 

Der Freundes- und Bekanntenkreis reagierte größtenteils entspannt auf den Gewinn der Millionäre. Probleme mit Bittstellern haben sie keine. Lediglich Maassen bekommt alle sechs Monate einen handgeschriebenen Brief von einer unbekannten Frau, die ihn immer wieder um Geld bittet. „Mittlerweile kenne ich ihre Handschrift“, scherzt der 74-jährige.

Alles in allem sind es sehr bodenständige Millionäre, die sich da im Alten Mönchshof in Heidelberg getroffen haben. Das liege vermutlich an der umfassenden Betreuung, die die Gewinner nach dem Millionengewinn erhalten, erklärt Vekic. Sie habe noch keinen Gewinner erlebt, der sein Geld so ausgegeben hat, dass er danach ärmer war, als zuvor. 

HEIDELBERG24 meint: Losgehen, Los kaufen, losspielen...

jab

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