In Heidelberger Kopfklinik

„Biss“ zum Happy End: Tochter kämpft um Zähne ihrer todkranken Mutter

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In der Kopfklinik verschwindet das Gebiss. (Symbolfoto)

Heidelberg - Neuenheim - Eine 80-jährige Patientin verliert in einer Klinik ihr Gebiss. Ihre Tochter geht im Anschluss einen steinigen Weg, um ihrer todkranken Mutter würdevolle letzte Monate zu ermöglichen: 

Am Montag (22. Januar) verliert eine 80-jährige ihr Gebiss in der Kopfklinik. Zu dem Zeitpunkt liegt sie als bettlägerige Patientin auf der Station für Neurochirurgie - sie hat Krebs, der schon Metastasen im Hirn gebildet hat. Laut ihrer Tochter hat sie nur noch wenige Monate zu leben.

Ab diesem Moment beginnt für ihre Tochter eine wahre Odyssee. Normalerweise füllt man in diesem Fall einfach ein Formular aus, welches an die Versicherung geschickt wird. Wenn diese den Fall geprüft hat, bekommt man Ersatz.

Probleme treten auf

Doch so einfach wie sonst, ist es dieses Mal nicht. Aus unerfindlichen Gründen gibt es Probleme mit dem Formular, dass am 25. Januar abgeschickt wurde. Ob es falsch ausgefüllt, falsch verschickt oder gar verloren gegangen ist, kann im Nachhinein nicht mehr geklärt werden

Verzweifelt wendet sich die Tochter an alle zuständigen Stellen in der Klinik, in ihrer Hilflosigkeit später auch an die Medien

In der Zwischenzeit ist es der Seniorin nicht mal möglich, richtig zu essen. In einer Mail schreibt uns die Tochter : „Meine Mutter ist 80 Jahre alt, und - abgesehen von der Würdelosigkeit, die es für einen alten Menschen bedeutet, kein Gebiß zu haben, bekam sie z.B. abends belegte Brote, an denen sie ein bißchen nibbeln konnte. Ansonsten gibt es immer Brei. Nichts frisches, kein Obst möglich.

Am Ende wird alles gut

Die Pressesprecherin der Kopfklinik, Frau Rübsam-Brodkorb, erklärt HEIDELBERG24 den aktuellen Stand am Telefon. 

Zum jetzigen Zeitpunkt (16. Februar) sei das Problem bereits gelöst. Nachdem man zusammen mit der Tochter ein neues Verlustformular ausgefüllt habe, sei alles sehr schnell gegangen.

Auch sie kann sich nicht erklären, was schief gegangen sei, da der Prozess normalerweise gut funktioniere. 

Die Versicherung habe dann sogar ohne Überprüfung zugestimmt, den Verlust zu übernehmen. Ein neues Gebiss sei sogar schon angepasst worden

Die Seniorin ist mittlerweile in einem Pflegeheim untergekommen. Wir wünschen beiden noch weiterhin viel Kraft und der Mutter einen würdevollen Lebensabend. 

dh

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