Projekt mit Affen und Vögeln 

Tierische Touchscreens: Zoo Heidelberg sammelt Geld für Computer

+
Katta Bato spielt „tierisch gerne“ am Computer – hoffentlich noch eine ganze Weile.

Heidelberg-Neuenheim - Einen Computer kann heute jeder Affe bedienen. Das zeigt ein Projekt im Heidelberger Zoo. Damit das weitergehen kann, sammelt der Tierpark nun Geld :

Ein Besuch im Heidelberger Zoo ist etwas schönes für die ganze Familie. Dort kannst Du Tiere bei ihren natürlichen Beschäftigungen beobachten. Löwen schlafen auf Felsen, Kamele kauen gemütlich ihr Fressen und Affen spielen an einem Computer

Was im ersten Moment komisch klingt, hat einen wissenschaftlichen Hintergrund. Durch das Forschungsprojekt konnten bereits interessante Erkenntnisse über die Denk- und Wahrnehmungsfähigkeiten von Affen und Vögeln gewonnen werden. Die Tiere wollen zudem nicht nur körperlich, sondern auch geistig gefordert werden. 

Spaß und Förderung für die Tiere

Dafür kommt ein mobiles Touchscrene-Computer-System zum Einsatz. Das wurde in Heidelberg von Dr. Vanessa Schmitt entwickelt. Dem Projekt droht allerdings das Aus! Der Zoo hat nämlich nicht genug Geld, um es weiterzuführen. Deshalb startet am Donnerstag (6.Dezember) eine Crowdfunding-Aktion mit dem Namen „Computerspiele für Zootiere“. 

Durch die Arbeit mit den Tieren am Touchscreen möchten wir nicht nur den Tieren im Zoo Heidelberg eine ihrer liebsten Beschäftigungsformen erhalten. Die wissenschaftliche Auswertung ermöglicht es zudem, die gewonnenen Erkenntnisse auch in anderen Zoos zu nutzen und so die Tierhaltung bestmöglich zu fördern“, erklärt Dr. Vanessa Schmitt, Verhaltensforscherin und Leiterin des Projektes.

Bis zum 15. Januar hast Du die Möglichkeit zu spenden. Sollten 25.000 Euro zusammenkommen, werden die Affen und Vögel weiter ihrem neuen Hobby nachkommen können. Bei 50.000 Euro gibt es sogar noch eine zweite Stufe – und auch die anderen Zoobesucher kommen in den Genuss des Touchscreens!

Tolle Belohnungen für Spender

Wenn wir es schaffen, das Projekt erfolgreich zu finanzieren, werden die Tiere künftig zwischen verschiedenen Denkaufgaben, Malprogrammen und Filmen wählen dürfen, die noch besser auf die einzelnen Vorlieben abgestimmt sind. Außerdem könnten wir weitere Tierarten, die noch nie zuvor mit Touchscreen-Systemen arbeiten durften, in das Forschungsprojekt aufnehmen“, sagt Schmitt.

Übrigens gehst Du für Deine Hilfe nicht leer aus. Jeder Spender erhält ein kleines Dankeschön in Form von Postkarten, Büchern, Eintrittskarten Workshops, speziellen Führungen oder sogar Gemälden – von den Tieren gemalt! Zudem ist es möglich, Dich am Computer vor Ort mit den Tieren zu messen. Mal sehen, wer schlauer ist. 

pm/dh

Kommentare