Amtsantritt am Mittwoch

Neuer Heideldruck-Chef will Service-Sparte ausbauen

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Heideldruck will seinen Kunden künftig komplette Logistikleistungen anbieten. (Symbolfoto)

Heidelberg - Der neue Vorstandschef des Maschinenbauers Heidelberger Druckmaschinen AG, Rainer Hundsdörfer (59), will den Umbau des Unternehmens zum Serviceanbieter vorantreiben.

Mit dem Bau von Druckmaschinen werde sich künftig schwerer Geld verdienen lassen, sagte der Manager nach Amtsantritt am Mittwochabend in Mannheim. Denn: „Eine neue Maschine ersetzt zwei alte." 

Künftig wolle Heideldruck seinen Kunden komplette Logistikleistungen wie die automatische Lieferung von Farbe und anderen Verbrauchsmaterialien passend zu ihren Druckaufträgen anbieten. Durch Vernetzung sollen Wartung und Reparaturen optimiert und so die Verfügbarkeit der Druckmaschinen erhöht werden. Für die dafür nötige Softwareentwicklung werde man möglicherweise ein Unternehmen kaufen, das bereits über entsprechendes Know-how verfüge. Heideldruck wolle eine Art Amazon für die Druckindustrie werden. 

„Die digitale Transformation wird den Maschinenbau drastisch verändern", sagt Hundsdörfer, der zuvor als Manager bei Unternehmen wie dem Maschinenbauer Trumpf oder dem Hersteller von Elektromotoren und Ventilatoren, ebm-papst, gearbeitet hatte. Der 59 Jahre alte Wirtschaftsingenieur äußert sich überzeugt, dass Heideldruck nach Krisenjahren und Restrukturierung den Turnaround geschafft habe und wieder wachsen werde. Große Hoffnungen setze das Unternehmen auf digitalen und dreidimensionalen Druck. So wolle man Teil der Produktion von Konsumgütern werden und zum Beispiel Sportgeräte oder Autobleche direkt bedrucken. Rückgänge etwa beim Druck von Zeitungen könnten durch Zuwächse im Bereich der immer aufwendigeren Verpackungen ausgeglichen werden. 

Heideldruck beschäftigt rund 11 500 Mitarbeiter. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2016/2017 (31. März) hatte das Unternehmen einen Gewinn von 9 Millionen Euro verbucht, nach einem Verlust von gut 9 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Der Auftragsbestand lag mit 765 Millionen Euro deutlich über dem Vorjahreswert von 644 Millionen Euro.

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dpa/lsw/kab

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