Ab 4. Mai 

Mit Live-Musik und Open-Air-Kino: Queer-Festival feiert Jubiläum! 

+
Eine Szene aus dem vielfach preisgekrönten Dokumentarfilm „Mr. Gay Syria“, der im Mai 2018 beim Queer-Festival in Heidelberg gezeigt werden wird.

Heidelberg - Seit zehn Jahren ist Heidelberg im Mai die heimliche Kulturhauptstadt der queeren Community. Zum Jubiläum 2018 präsentiert das Queer-Festival wieder ein tolles Programm! 

Offizielle Eröffnung am 4. Mai 

Zur offiziellen Eröffnung des Queer-Festivals richtet die Stadt Heidelberg am Freitag, 4. Mai 2018, einen abendlichen Empfang für geladene Gäste im Karlstorbahnhof aus. 

Nach Reden von Bürgermeister Wolfgang Erichson und der queeren Community Heidelbergs gibt es einen Auftritt des Szene-Stars Georgette Dee. Außerdem sprechen unter anderem die Heidelberger Medizinhistorikerin Prof. Dr. Karen Nolte, Geschlechterforscherin Patsy L’Amour LaLove und Dr. Daniel Baranowski von der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld. 

Es gibt nur noch wenige Restplätze. Interessierte können sich per E-Mail an info@karlstorbahnhof.de anmelden.

Highlights 

  • Zum Jubiläum 2018 präsentiert das Queer-Festival wieder musikalische Glanzstücke wie Kele Okereke, Big Freedia, Sookee oder die südafrikanische Popsensation Nakhane. 
  • Das Festival im Kulturhaus Karlstorbahnhof zeigt preisgekrönte Filme und bietet eine Plattform für experimentelle Projekte wie die Tanzperformance Sexless Babe, die Choreograf Edan Gorlicki speziell für das Queer-Festival entwickelt hat.
  • Am Sonntag 6. Mai, ab 19 Uhr diskutieren beim Kurzfilmabend „Global Queer Diversity“ das pakistanische Transmodel Kami Sid, der tunesische Aktivist Rzouga Selmi und der Wiener Festivalmacher Yavuz Kurtulmus über die Herausforderungen queerer Menschenrechtsarbeit weltweit.
  • Das vollständige Festivalprogramm gibt's unter http://queer-festival.de

Open-Air Kino 

Überraschung: An einem bisher noch geheim gehaltenen Ort über den Dächern Heidelbergs gibt es am Mittwoch, 9. Mai 2018, ab 21 Uhr Open-Air-Kino. Der Film erlaubt einen berührenden Einblick in den vielleicht ungewöhnlichsten Schönheitswettbewerb unserer Tage: Der „Vater“ der syrischen Schwulenbewegung, Mahmoud Hassino, präsentiert seinen vielfach preisgekrönten Dokumentarfilm „Mr. Gay Syria“.

Tickets sind nur an der Abendkasse des Queer-Festivals erhältlich.

Niemand muss sich verstecken oder anpassen

In den vergangenen zehn Jahren hat sich einiges getan. Gleichgeschlechtliche Paare dürfen in vielen Ländern inzwischen gleichberechtigt heiraten, das Bundesverfassungsgericht hat die Beschränkung auf die Angaben männlich und weiblich beim Eintrag im Geburtenregister in Frage gestellt. 

Fotos: Gleichgeschlechtliche Massenhochzeit in Stadthalle 

Das Queer-Festival ist auf ein einmonatiges Programm angewachsen – auch in diesem Jahr wieder mit dem Ziel, queerer Kultur eine Plattform zu geben und einen Ort zu schaffen, an dem niemand sich verstecken oder anpassen muss. Das Jubiläumsprogramm lädt darum einmal mehr dazu ein, die Scheuklappen zuhause zu lassen, um gemeinsam vielfältige Veranstaltungen und großartige Künstler*innen zu erleben.

Was bedeutet queer?

Ähnlich wie „schwul“ im Deutschen war „queer“ im Englischen lange Zeit ein Schimpfwort für Menschen, die von der Norm abweichen. Ende des 20. Jahrhundert begannen Aktivisten, das Wort positiv neu zu besetzen. 

Heute wird das Wort „queer“ als Selbstbezeichnung nicht nur von Lesben und Schwulen verwendet, sondern auch von Bisexuellen, Intersexuellen, Transgendern, Pansexuellen, Asexuellen, BDSMlern und auch heterosexuellen Menschen, die konsensuelle Polyamorie praktizieren. Die Queer-Bewegung setzt sich für das sexuelle Selbstbestimmungsrecht ein und bekämpft den heteronormativen Druck der Gesellschaft.

pm/kp

Mehr zum Thema

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.