Palo Alto und Hangzhou

Neue Partnerstädte: Heidelberg als „Drehscheibe“ 

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Hangzhou soll neue Partnerstadt Heidelbergs werden.

Heidelberg - Aus sechs mach acht: Heidelberg will zwei weitere Städtepartnerschaften eingehen und so zur Wissenschafts- und Wirtschaftsdrehscheibe zwischen Ost und West werden. 

Zwei neue Partnerstädte sollen Heidelbergs Position als Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort weiter stärken helfen.

Die Stadt will mit Palo Alto (USA) und Hangzhou (China) Städtepartnerschaftsabkommen unterzeichnen und als „internationale Drehscheibe“ zwischen dem ‚Silicon Valley‘ im Westen und dem wirtschaftsstarken Osten eine „bedeutende Mittlerrolle“ einnehmen. Das geht aus einer Beschlussvorlage hervor, die am 29. Juni im Gemeinderat behandelt wird.

Heidelberg möchte sich auf internationaler Ebene weiter als wirtschaftsnaher Wissenschaftsstandort etablieren. Eine Partnerschaft mit beiden Städten wäre ein wichtiger strategischer Schritt in diese Richtung.   

Hauptstadt des Silicon Valley

Palo Alto gilt als die Hauptstadt des Silicon Valley. In der kalifornischen 67.000-Einwohner-Stadt sind viele Unternehmen im Bereich der forschungsintensiven Industrie sowie IT-basierte Firmen angesiedelt. 

Hier wurde nicht nur Hewlett-Packard gegründet, auch der Elektroauto-Hersteller Tesla Motors hat in der bedeutenden Universitätsstadt (Stanford University) seinen Sitz. Auch deutsche Unternehmen wie SAP, Bosch oder Sennheiser sind in Palo Alto ansässig.

Bereits seit 2013 haben Heidelberg und Palo Alto die „Smart City Alliance“ mit den Schwerpunktthemen Kultur, Wirtschaft, Nachhaltigkeit und Innovation unterzeichnet. Besonders der Austausch in den Bereichen Sport und Jugend sollen vorangetrieben werden.

Der Gemeinderat der kalifornischen Stadt will Ende Juni über die Städtepartnerschaft entscheiden. In der letzten Septemberwoche (23.-30.9.) sollen Vertreter der Stadt Palo Alto Heidelberg besuchen – vielleicht schon im Rahmen einer Städtepartnerschaft?

Enorme Wirtschaftskraft

Knapp neun Millionen Einwohner leben in Hangzhou. Die Stadt im Norden der chinesischen Provinz Zheijing legt bei seiner wirtschaftlichen Entwicklung nach eigenem Bekunden das Hauptaugenmerk auf Wissenschaft. In Hangzhou hat Chinas größte IT-Firmengruppe Alibaba (50.000 Mitarbeiter) ihren Sitz. 

Zudem verfügt Hangzhou in den Hightech-Bereichen Biomedizin, Informatik und digitale neue Medien verfügt Hangzhou über eine enorme Wirtschaftskraft. Neben Wissenschaftseinrichtungen, Technologieparks sowie Bildungseinrichtungen und Universitäten besticht die Stadt aber auch durch seine kulturelle Vielfalt: Mehrere Millionen Touristen besuchen Hangzhou jährlich.

Im September 2016 beschlossen Heidelberg und Hangzhou eine Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Tourismus. OB Eckart Würzner und Hangzhous Bürgermeister Zhang Hongming verinbarten auch eine „städtepartnerschaftlichen Beziehung“.

Hintergund

Heidelberg hat derzeit sechs Partnerstädte: Montpellier (Frankreich), Cambridge (Vereinigtes Königreich), Rehovot (Israel), Bautzen, Simferopol auf der Krim und Kumamoto (Japan). Schwerpunkt der Partnerschaften ist das Thema „Wissenschaft“.

Der Gemeinderat soll am 29. Juni (17:30 Uhr) entscheiden, ob mit Palo Alto und Hangzhou zwei weitere Partnerstädte hinzukommen. 

rmx

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