Mit 672 Parkplätzen

Auf Patton Barracks-Gelände: Startschuss für das erste „grüne“ Parkhaus Heidelbergs 

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Am Donnerstag erfolgt der Spatenstich für das neue Parkhaus hip auf dem ehemaligen Gelände der Patton Barracks statt. 

Heidelberg – Startschuss für das Parkhaus hip: Auf dem Gelände der ehemaligen Patton Barracks entsteht ein Parkhaus mit 672 Park- und 750 Fahrradstellplätzen sowie zahlreichen Elektroladestationen.

  • Spatenstich für neues Parkhaus hip auf dem Gelände der ehemaligen Patton Barracks  am 16. Januar. 
  • 672 Park- und 750 Fahrradstellplätze.
  • Parkhaus ist Beispiel für umweltbewusste Mobilität 
  • Kostenpunkt: 38 Millionen Euro 

Am 16. Januar fällt der Startschuss für das Parkhaus hip auf dem Gelände der ehemaligen Patton Barracks. Dort werden die Stadtwerke Heidelberg ein hochmodernes Parkhaus bauen – mit 672 Park- und 750 Fahrradstellplätzen und zahlreichen Elektrolade­stationen. Das innovative Konzept sieht zudem einen Technikturm mit einer innovativen Kälteanlage, eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach und eine 550 qm große Grünfläche auf der Ostseite des Parkhauses vor.

Neues Parkaus auf Patton Barracks: Eröffnung im Sommer 2021 

Das Parkhaus ist für Besucher von Veranstaltungen in der dortigen Großsporthalle und als Quartiersgarage für den Heidelberg Innovation Park (hip) vorgesehen. Der Eröffnungstermin ist für das zweite Quartal 2021 geplant. 

Vor über 60 Gästen und im Beisein von Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner, Heidelbergs Erstem Bürgermeister Jürgen Odszuck sowie des Geschäftsführers der Stadtwerke Heidelberg Garagen GmbH, Michael Jäger, wird er erste Spatenstich gefeiert.

„Damit Heidelberg klimaneutral wachsen kann, werden anspruchsvolle Zukunftstechniken realisiert. Deshalb freuen wir uns auf das speziell für das Parkhaus im hip entwickelte innovative Konzept, das technisch, wirtschaftlich und ökologisch wegweisend ist und damit einen wichtigen Beitrag hierzu leistet“, betonte Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner in seiner Rede. 

Das Parkhaus hip ist die erste Hochgarage, die von der Stadtwerke Heidelberg Garagen GmbH realisiert wird. Mit einem Investitionsvolumen von rund 38 Millionen Euro ist auch das größte Projekt in der Unternehmensgeschichte. „Mit dem Bau des Parkhauses sorgen wir nicht nur für hochmoderne Parkplätze, sondern auch für eine klimafreundliche Energieversorgung auf dem Gelände“, fügt Geschäftsführer Michael Jäger hinzu.

Heidelberg: Neues Parkhaus wird auch Fahrradstellplätze bieten 

Das Parkhaus wird als erstes seiner Art in Heidelberg auch Fahrradstellplätze bieten. Die Stellplätze für Autos werden geräumig sein, für E-Autos wird es Elektroladestationen geben und automatische Kennzeichenerkennung sowie ticket- und bargeldloses Bezahlen sollen den Parkkomfort erhöhen. Erst vor einigen Monaten wurde die erste Schnell-Ladesäule Heidelbergs im Innovation Park eingeweiht

Auch das Thema Sicherheit wird großgeschrieben: Geplant sind eine moderne Ausleuchtung, übersichtliche Bereiche, Videoüberwachung sowie nach Bedarf Personal bei größeren Veranstaltungen.

Heidelberg: Parkhaus wird mit klimaschonender Energie versorgt 

Zentraler Baustein des Parkhauses ist ein 2.300 qm großer Technikturm mit einer innovativen Kälteanlage, die die angrenzende Großsporthalle und den Westteil des hip mit effizienter, klimaschonender Kälte versorgen wird. Dafür kommt eine Lösung der Stadtwerke Heidelberg Umwelt zum Einsatz, bei dem die Kälteenergie größtenteils klimaschonend aus Wärme gewonnen wird. Hierzu zählt auch die Abwärme von zwei im Technikturm untergebrachten Blockheizkraftwerken. Die Abwärme lässt sich nutzen, um die Kälteanlagen anzutreiben. Darüber hinaus werden zwei unterirdische Kälte-/ Eisspeicher entstehen.

Heidelberg: Strom wird durch Photovoltaikanlage erzeugt 

Einen Teil des erforderlichen Stroms wird durch eine Photovoltaikanlage (PV-Anlage) mit 1.700 Modulen und einer Gesamtleistung von rund 520 kWp erzeugt. Die PV-Anlage dient zugleich als Dach des Parkhauses. Die Integration der Anlage in die Gebäudekonstruktion ist eine zukunftsweisende Bauart, denn damit sinkt das Gewicht des Dachs und der Ressourceneinsatz lässt sich optimieren.

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Parkhaus auf Patton-Barracks: 500 qm große Grünfassade auf der Ostseite

Ein weiterer bemerkenswerter Bestandteil der Planungen befindet sich an der Ostseite des Parkhauses. Dort wird eine 500 qm große Grünfassade entstehen. Sie soll die biologische Vielfalt fördern und Platz für Bienen und Fledermäuse bieten. Darüber hinaus kann die Grünfassade bis zu 1,6 t CO2 pro Jahr umwandeln und bis zu 300 Kilogramm Feinstaub pro Jahr binden.

Patton Barracks: Technische Informationen zum Parkhaus hip

  • 672 PKW-Stellplätze mit einer komfortablen Breite von 2,60 m.
  • 750 Fahrradstellplätze, mit Lademöglichkeiten für eBikes. 
  • Zunächst 20 E-Ladestationen à 22 kW, erweiterbar auf 120 E-Ladestationen. 
  • Technikturm mit rund 2.300 qm.
  • Der Technikturm versorgt die Großsporthalle und den gesamten westlichen Teil des hip mit Kälte.
  • Im Erdgeschoss des Technikturms werden u.a. die erforderlichen Trafozellen und Schaltanlagen untergebracht. 
  • Im 1. OG entstehen zwei Blockheizkraftwerke, deren Abwärme als Antrieb für die sechs thermisch angetriebenen Kältemaschinen im 2. OG genutzt werden können. 
  • Das Konzept wird durch fünf Kompressionskältemaschinen im 3. OG, neun Rückkühlwerke auf dem Dachgeschoss sowie durch zwei unterirdische Eis-/Kaltwasserspeicher ergänzt. 
  • Die PV-Anlage wird aus ca. 1.700 Module bestehen und eine Gesamtleistung von rund 530 kWp haben. 
  • Die Anlage fungiert als Dach des Parkhauses und ist ebenfalls an die Kältezentrale gekoppelt. 
  • Die Fassadenbegrünung an der Ostseite trägt zur Steigerung der urbanen Biodiversität bei. 
  • Mit einer Kombination aus boden- und wandgebundener Begrünung, Bienen- und Fledermaushabitaten sowie weiteren Löss-, Lehm- und Grünflächen schafft sie ohne eigenen Grundflächenverbrauch eine Grünfläche von 500 qm.
  • Diese bietet Platz für bis zu 70.000 Bienen und bis zu 2.200 Fledermäuse. 
  • Die Grünfassade führt zu einer Umwandlung von bis zu 1,6 t CO2 und bindet bis zu 300 kg Feinstaub pro Jahr.

pm/kp

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