Nach schwieriger zweiter Saison

Zipser über Zukunft bei den Bulls: „Liegt nicht in meiner Hand“

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Paul Zipser (li.) hatte eine durchwachsene NBA-Saison und muss um seine Zukunft bei den Bulls bangen.

Chicago/Heidelberg - Die Playoffs in der NBA laufen. Nicht dabei: Paul Zipser, der bei den Chicago Bulls eine schwierige zweite Saison erlebt hat. So fällt sein Fazit aus:

Paul Zipser hatte kein gutes zweites Jahr in der NBA und muss jetzt um seine Zukunft bei den Chicago Bulls bangen. 

Im Saisonabschluss-Interview mit dem Internet-Sportsender DAZN reflektiert der Heidelberger über die abgelaufene Spielzeit: „Wir hatten einen extrem schlechten Start in die Saison und zu Anfang auch Schwierigkeiten innerhalb des Teams. Das hat uns ein wenig auseinander gebracht.

Durch zahlreiche Verletzungen habe das Team „nie eine Rotation gehabt, die länger hielt als zwei, zweieinhalb Wochen“, bilanziert Zipser, dessen Zukunft in der NBA ungewiss ist. Die Bulls haben eine ‚Team Option‘ und können den Vertrag im Sommer beenden. Sollten die Bulls das bis 18. Juli nicht getan haben, wird der 24-Jährige wohl auch in der Saison 2018/19 in der Windy City auf Korbjagd gehen.  

Schwächere Statistiken als im ersten Jahr

Auch von der eigenen Leistung ist der 2,03 Meter große Flügelspieler nicht begeistert, kam durch Verletzungen und ständig wechselnde Rotationen unter Head Coach Fred Hoiberg aus dem Tritt. „Dieses Jahr war sehr holprig. Das war eine neue Erfahrung für mich, in einem Team zu spielen, das eigentlich nie in den Rhythmus kommen konnte. Da war ich zwischendurch mental nicht voll da“, konstatiert Zipser.

In 54 Partien kam der ehemalige USC‘ler auf durchschnittlich 15,3 Einsatzminuten für die Bulls, fast vier Minuten weniger als in seiner Rookiesaison. Auch der Punkteschnitt (4 Pkt/Spiel) und die Feldwurfquote (34,6 %) sind im Vergleich zum Vorjahr gesunken.

Dabei habe er im vergangenen Sommer viel an seinem Wurf gearbeitet, sagt der 24-Jährige. „Mein Schuss ist in diesem Jahr nochmal besser geworden, auch wenn die Quoten nicht dafür sprechen. Gerade wenn man in einem Team spielt, dass zwischendurch solche Schwierigkeiten hat, bekommt man eben schwere Würfe.“   

Für diesen Sommer hat sich Zipser, der derzeit in der Heimat weilt und für die WM-Qualispiele gegen Österreich und in Serbien bald zur Nationalmannschaft stoßen wird, neue Ziele gesteckt: „In der Defensive hatte ich auf jeden Fall Probleme. Daran will ich arbeiten. Zudem will ich meine Beinarbeit verbessern.“  

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Zukunft in der Schwebe

Über das ‚Damoklesschwert Team Option‘ macht sich Zipser indes nicht all zu viele Gedanken: „Das liegt nicht in meiner Hand, dann nutzt es nichts, sich darüber Gedanken zu machen. Ich würde gern in Chicago bleiben. Ich mag die Philosophie des Trainers.

Die Bulls sieht er unter Hoiberg auf dem richtigen Weg. „Ich denke, wenn man als Team eine Rotation gefunden hat, ein Rollengefüge – wenn alle wissen was sie machen, dann ist alles viel einfacher. Wir spielen schon jetzt phasenweise gute Defense. Und offensiv haben wir auch verstanden, was Fred (Hoiberg, d. Red.) von uns will. Wir haben auch die richtigen Spieler dafür – wir müssen es einfach nur zusammenbringen.“   

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rmx

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