Fall aus Heidelberg

Tierquäler unterwegs? Pferd schwer verletzt und eingeschläfert – Obduktion bringt keine Klarheit

Heidelberg-Pfaffengrund - Ein Pferdebesitzer findet sein Tier schwer verletzt auf der Weide, für den Vierbeiner kommt jede Hilfe zu spät. War es die grässliche Tat eines Tierquälers?

  • In Heidelberg findet ein Pferdebesitzer sein Tier schwer verletzt auf der Koppel.
  • Die Verletzungen sind so schlimm, dass ein Tierarzt das Pferd einschläfern muss.
  • War es die scheußliche Tat eines Tierquälers? Die Polizei ermittelt.

Update vom 23. Juni: Nachdem eine Stute schwer verletzt auf ihrer Koppel in Heidelberg gefunden wurde und eingeschläfert werden musste, wurde das tote Pferd nach Karlsruhe gebracht. Dort wird der Tierkörper vom Chemischen und
Veterinäruntersuchungsamt Karlsruhe (CVUA) untersucht. Wie die Polizei am Dienstag mitteilt, liegt nun das Ergebnis der Obduktion vor – leider es aber nicht eindeutig. „Die Untersuchung des CVUA ergab kein eindeutiges Ergebnis zur Entstehung der
Verletzungen. Es könnte demnach möglich sein, dass die Verletzungen dem Pferd von außen zugefügt wurden, oder, dass das altersschwache Pferd mit den Hinterläufen eingeknickt ist und die Verletzungen hierdurch entstanden sind“, so das Polizeipräsidium Mannheim in einer Mitteilung.

Die Polizei bestätigt erneut, dass die Ermittlungen des Arbeitsbereichs Gewerbe- und Umwelt, des Polizeireviers Heidelberg-Süd sowie der Kriminaltechnik der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg keinen Zusammenhang mit dem verletzten Pferd aus Oftersheim sehen. In beiden Fällen dauern die Ermittlungen aber weiter an. Die Beamten richten eine Ermittlungsgruppe "Koppel" ein und geben den Pferdebesitzern wichtige Tipps, um den Tierquäler zu fassen.

Albtraum in Heidelberg: Besitzer findet schwer verletztes Pferd – die Tat eines Tierquälers?

Erstmeldung vom 9. Juni: Es ist der Albtraum für jeden Pferdebesitzer: Nichts ahnend will man seinen geliebten Vierbeiner von der Weide holen, um ihn ein bisschen zu bewegen oder einfach um nach dem Rechten zu schauen. Doch statt das Tier glücklich grasen zu sehen, steht es schwer verletzt auf der Weide. Diesen schrecklichen Anblick muss ein Pferdebesitzer aus Heidelberg ertragen. Als er am Montagmorgen (8. Juni) seine Stute auf der Koppel besucht, muss er feststellen, dass sein Pferd schwere Verletzungen am Körper aufweist.

Wie die Polizei Mannheim am Dienstagnachmittag berichtet, hat die 33-jährige Stute Verletzungen am Genitalbereich und an den Hinterbeinen. Der Pferdebesitzer verständigt einen Tierarzt, doch der kann nichts mehr für das alte Pferd tun. Er erlöst den Vierbeiner von seinen Schmerzen.

Heidelberg: Pferd auf Koppel schwer verletzt – War es die Tat eines Tierquälers?

Die Weide, auf der das Pferd sein ‚Rentnerdasein‘ verbringen durfte, befindet sich am Diebsweg in Heidelberg-Pfaffengrund. „Wie sich das Tier die schweren Verletzungen zuzog ist noch unbekannt und derzeit Gegenstand der Ermittlungen“, so die Polizei Mannheim. Es ist also noch unklar, ob das Pferd von einem brutalen Tierquäler schwer verletzt wurde. Um weitere Erkenntnisse zu bekommen, sucht die Polizei nun nach Hinweisen. Zeugen werden dringend gebeten, sich bei der Abteilung Gewerbe und Umwelt unter der Rufnummer 0621/174-3045 oder beim Polizeirevier Heidelberg-Süd unter der Rufnummer 06221/34180 zu melden.

Die Abteilung Gewerbe und Umwelt des Polizeipräsidiums Mannheim hat die Ermittlungen aufgenommen. Sie ermittelt in enger Abstimmung mit den Spezialisten der Kriminaltechnik Heidelberg, dem Polizeirevier Heidelberg-Süd sowie dem Veterinäramt Heidelberg. Wenige Tage später wird erneut eine Stute in Oftersheim verletzt. Die Polizei geht aber von keinem Zusammenhang aus.

Immer wieder werden Pferde schwer verletzt auf ihren Weiden gefunden. Besonders in Hessen reihten sich solche schreckliche Fälle. Die Polizei ging von einem Tierquäler aus, der absichtlich die Tiere verletzte. Oftmals erlitten die Pferde am Genitalbereich Verletzungen. Ende Mai wurde zudem in Neuleinigen in Rheinland-Pfalz eine Stute ebenfalls am Gentialbereich durch einen Schnitt verletzt. Auch hier geht die Polizei von einem Tierquäler aus und sucht nach dem Täter.

jol/pol

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