110 Städte befragt

Gaststättenhygiene: Heidelberg im ‚Ekel-Ranking‘ auf ‚Spitzenplatz‘!

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Lebensmittelkontrolleure beanstanden rund sieben von zehn Gaststätten in Heidelberg. (Symbolfoto)

Heidelberg - In vielen deutschen Lokalen sind Hygieneprobleme keine Seltenheit. Das Portal ‚billiger.de‘ hat daher ein ‚Ekel-Ranking‘ erstellt, in dem auch Heidelberg weit oben rangiert:

Der Tisch ist frisch gewischt, der Teller sauber und das Glas poliert. Wird uns in Restaurants, Cafes, Eisdielen oder Biergärten dieses Bild geboten, gehen wir von einem sauberen Ort aus. Doch sehen wir dabei eigentlich nie, wie die Küche, das Kühllager oder die Arbeitsflächen aussehen. Wenn wir das wüssten, würden wir viele Gaststätten wohl meiden!

Um die Hygiene sicherzustellen, werden regelmäßig Kontrollen durchgeführt. Dabei bieten sich den Lebensmittelkontrolleuren oft Anblicke, bei denen einem schlecht wird. Das Produkt- und Preisvergleichsportal ‚billiger.de‘ wollte wissen, in welcher Stadt die größten Hygienesünder sind und hat ein ‚Ekel-Ranking‘ erstellt.

Heidelberg auf Platz 2

Die Stadt Heidelberg hat dabei einen Spitzenplatz belegt, auf den man nicht gerade stolz sein kann. Hier verstießen im Jahr 2016 rund sieben von zehn kontrollierten Betrieben gegen Hygienebestimmungen. In acht Einrichtungen waren die Mängel sogar so enorm, dass diese zeitweise geschlossen werden mussten! 

Insgesamt wurden dabei 1.871 von 2.749 Lebensmittelbetrieben kontrolliert und bei 820 Verstöße festgestellt. Damit steht Heidelberg 131 Prozent über dem Durchschnitt der Studie. Überboten hat dies nur Pirmasens in Rheinland-Pfalz.

57 Städte geben Daten ab

Für das Ranking hat das Portal, zusammen mit ‚netz-trends.de‘, bei 110 Städten nachgefragt und sich Informationen zu Kontrollen für das Jahr 2016 geben lassen. Das Ergebnis ist dabei erschreckend – im Schnitt wurden 31 Prozent der Gaststätten von den Kontrolleuren beanstandet!

Um die Werte vergleichen zu können, wurden ‚Beanstandungsquoten‘ erhoben. Diese setzen sich zusammen aus der Anzahl der Betriebe mit Verstößen und der Anzahl aller kontrollierten Betriebe. Allerdings wollten viele Städte diese Informationen nicht herausgeben. Zu den ‚Geheimniskrämern‘ gehören auch Mannheim und Ludwigshafen, die ihre Daten wohl nicht vollständig zur Verfügung gestellt haben. Am Ende sind daher nur 57 Städte in dem Ranking.

Wir kennen zwar nicht die aktuelle Lage der Beanstandungen, hoffen aber, dass sich der Zustand gebessert hat. Schließlich wollen wir ja das Essen genießen und uns keine Sorgen darüber machen, wie es in der Küche aussieht.

pm/dh

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