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Heidelberg: Pyro, Lärm, Platzverweise ‒ die Polizei-Bilanz vom Wochenende

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Von: Florian Römer

Polizeikontrolle an der Neckarwiese in Heidelberg.
Polizeikontrolle an der Neckarwiese in Heidelberg. © HEIDELBERG24/PR-Video/Priebe

Heidelberg - Nachdem es in der Vergangenheit zu schweren Problemen mit Krawall-Touristen kam, bleibt es in der Universitätsstadt an diesem Wochenende relativ ruhig:

Nachdem es in den vergangenen Wochen in Heidelberg wiederholt zu Gewalttaten junger Menschen kam, hat die Stadt Heidelberg reagiert. Um überregional anreisende „Krawall-Touristen“ abzuschrecken, ist die Neckarwiese an Wochenenden ab 21 Uhr gesperrt. Zusätzlich gibt es verstärkte Patrouillen und Kontrollen in der Stadt und ein nächtliches Alkoholverkaufs- und -konsumverbot. Zudem wurde eine Hotline eingerichtet, unter der Wirte im Bedarfsfall die Polizei erreichen können. Die härteren Maßnahmen wurden an diesem Wochenende erstmals angewendet. Jetzt zieht das Polizeipräsidium Mannheim eine erste Bilanz:

StadtHeidelberg
BundeslandBaden-Württemberg
Einwohner161.485 (Stand: 31. Dez. 2019)
Fläche108,8 km²
OberbürgermeisterProf. Dr. Eckart Würzner (parteilos)

Heidelberg: Polizeibilanz ‒ Ruhiger Freitag, Pyrotechnik am Samstag

Die Polizei agierte am Wochenende im Rahmen des eigens erarbeiteten Polizeikonzepts „Brennpunkte Sommer 2021“ mit zusätzlichen und flexibel agierenden Kräften. Witterungsbedingt blieb es in Heidelberg, aber auch in Mannheim und dem Rhein-Neckar-Kreis vergleichsweise ruhig, so die Polizei. In der Nacht von Samstag auf Sonntag bekamen die Einsatzkräfte aber mehr zu tun. Trotz „zahlreicher Ruhestörungen“ und dem vereinzelten „Abbrennen von Pyrotechnik“ blieb die Lage in Heidelberg unter Kontrolle.

Nach Polizeiangaben war die Neckarwiese in Neuenheim am Freitag (9. Juli) nur mäßig besucht. Dazu trug wohl auch das mäßige Wetter bei. Rund um die Alte Brücke und die Untere Straße war die Altstadt hingegen „wochenendtypisch frequentiert“. Kommunikationsteams der Polizei kamen schon früh mit Feiernden im Gespräch. Das Alkoholkonsumverbot wurde ab Mitternacht entsprechend kontrolliert. Bis auf wenige Ausnahmen hielt sich die Mehrzahl der Besucher daran.

Heidelberg: Stresser-Beleuchtung an der Neckarwiese

Ein anderes Bild zeigte sich am Samstag (10. Juli): Neckarwiese und Altstadt waren laut Polizei „sehr gut besucht“. In den Abendstunden war die Neckarwiese mit bis zu 1.000 Personen gut gefüllt. Einsatzkräfte sprachen größere Personengruppen frühzeitig an und sensibilisierten die Besucher hinsichtlich der aktuellen Situation. Gegen 20:45 Uhr wies die Polizei auf das Aufenthaltsverbot auf der Neckarwiese ab 21 Uhr hin.

Eine Gruppe von rund 200 Personen reagierte zunächst nicht auf die Durchsagen der Polizei. Durch direkte Ansprache und polizeiliche Präsenz verließ die Gruppe aber friedlich das Neckarvorland. Um kurz nach 21 Uhr war die Neckarwiese menschenleer. Durch das Einschalten der „Stresser-Beleuchtung“ wurde die Rückkehr der Personen verhindert.

Heidelberg: Unbekannte zünden Rauchtöpfe an der Alten Brücke

Später in der Nacht wurden aus der Altstadt zunehmend Ruhestörungen gemeldet ‒ vor allem durch Grölen und laute Musik aus elektrischen Geräten. In einem Fall drohten Beamte die Beschlagnahmung des Geräts an, daraufhin war Ruhe. Der Schwerpunkt des Geschehens war erneut der Bereich um die Alte Brücke. Hier zündeten Unbekannte gegen 23 Uhr Rauchtöpfe. Verletzt wurde zum Glück niemand.

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Gegen Mitternacht fiel eine rund 60-köpfige Gruppe am Heumarkt auf. Nach der Feststellung der Personalien aller Anwesenden wurde den Personen ein Platzverweis für die Altstadt erteilt. Zu weiteren Störungen kam es nicht. Gegen 1 Uhr am Sonntagmorgen (11. Juli) kehrte in der Altstadt wieder Ruhe ein. (pol/rmx)

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