Bei Kontrolle

Polizei stoppt 38 Radfahrer ohne Licht!

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Die Kontroll- und Aufklärungsaktion der Polizei in Heidelberg.

Heidelberg-Bergheim - „Halt, Polizei!" heißt es erneut in Mittermaier- und Bergheimerstraße. Radfahrer ohne Licht werden aus dem Verkehr gezogen. Doch diesmal mit ein paar Änderungen:

Manche Radfahrer ärgern sich über die Fahrrad-Kontrollen der Verkehrspolizei, manche finden es absolut angebracht...Die Meinungen gehen auseinander, doch die Polizei ist konsequent: Schließlich hat die Sicherheit der anderen Verkehrsteilnehmer – und vor allem für sich selbst – höchste Priorität!

Deswegen kontrolliert das Polizeipräsidium Mannheim in regelmäßigen Abständen Radfahrer und zieht sie aus dem Verkehr, wenn sie ohne Licht fahren. 

Da wurde bei vergangenen Kontrollen, wie am 13. November, auch schonmal die Luft aus den Reifen gelassen (HEIDELBERG24 berichtete). 

Die Kontroll- und Aufklärungsaktion der Polizei in Heidelberg.

Auch am heutigen Donnerstagabend lässt die Polizei – erneut in der Mittermaierstraße – kein „Bitte“ und „Ich mach´s auch nie wieder“ als Ausreden durchgehen. Wer keine ordnungsgemäße Beleuchtung am Rad hat, muss es nach Hause schieben! 

Zudem erhält er ein Verwarnungsgeld in der Höhe von 20 Euro. 

Doch auch diesmal herrscht eine lockere Stimmung, denn „diese Aktion ist keine Strafaktion, sondern eher eine Lehrstunde", so Polizist Dieter Schäfer.

Es gibt jedoch eine kleine Änderung: Diesmal läßt die Polizei die Luft nicht aus den Reifen der Sünder sondern untersagte die Weiterfahrt ‚nur‘! 

Auf die Beleuchtung kommt´s an – sonst droht Ärger...

„Bei dieser Kontroll- und Aufklärungsaktion müssen wir ein Mittel anwenden, das angemessen und sinnvoll ist. Doch die Radfahrer warnen sich in verschiedenen sozialen Netztwerken vor, sodass die meisten einfach eine Luftpumpe mit im Gepäck haben. Also macht es auch keinen Sinn, die Luft aus den Reifen zu lassen", erklärt Michael Klump vom Polizeipräsidium Mannheim. 

Wer sich jedoch nicht daran hält und weiterfährt, gerät womöglich wenige Meter weiter direkt in die zweite Kontrolle.

Und dort ist es dann unter Umständen schon ernster: „Wer nach der ersten Kontrolle noch mal herausgezogen wird, bekommt eine Ordnungswidrigkeitsanzeige und muss 40 Euro plus Verwaltungskosten bezahlen", so Dieter Schäfer gegenüber HEIDELBERG24. 

„Wer komplett uneinsichtig ist, bekommt zudem eine Einbestellung zum Verkehrsunterricht", so Klump. 

Wer während der Kontrollen mit funktionierendem Licht, jedoch ohne Reflektoren erwischt wird, hat Glück: Das Amt für Verkehrsmanagement der Stadt Heidelberg verteilt kostenlose Reflektoren an die beanstandeten Fahrradfahrer. Somit ist auch dieses Problem schnell gelöst.

Auch Critos B. (28) wurde kontrolliert, verrät uns: „Das ist schon das zweite Mal, dass ich kontrolliert werde. Ich habe einfach so viel Arbeit und hab es schon wieder vergessen. Aber die Aktion find ich schon gut, es geht ja um die Sicherheit...“

Wer nicht schieben will, hat  eine Alternative: Das Fahrrad vor Ort abstellen und den Schlüssel am nächsten Tag bei der Polizeistelle abholen. 

Der Denkzettel der Aktion plus5.

Die Bilanz diesmal: Zwischen 17 und 18:30 Uhr stoppten die Beamten am Alfons-Beil-Platz insgesamt 38 Radfahrer an ohne Beleuchtung – 34 davon wurden mit einem Verwarnungsgeld von 20 Euro belegt, bekamen zudem den roten ‚Denkzettel‘ mit. 

Eine unbelehrbare Verkehrsteilnehmerin wurde zweimal erwischt und sieht nun einem Bußgeld entgegen. Bei drei Radlern wurde auf ein Verwarnungsgeld verzichtet, da es sich um zwei Kinder und einen Tourist aus den USA handelte. 

>>>Hier gehts zum Artikel „Halt, Polizei“ – Fahrradkontrolle in Heidelberg 

nis

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