Digitale Stadt

Heidelberg - Auf dem Weg zur Smart City

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Smart City Heidelberg

Heidelberg - Der Megatrend ‚Smart City‘ verändert das Leben in der Stadt und auf dem Land weitreichend, das betrifft nahezu alle Lebensbereiche. Welche Herausforderungen sich dabei ergeben:

Nachdem Heidelberg schon im Jahre 2017 am Wettbewerb ‚Digitale Stadt‘ teilgenommen hat und als einzige baden-württembergische Stadt ins Finale gekommen ist, entwickelt sich der Standort Schritt für Schritt in Richtung ‚Smart City‘. Damals startet der Digitalverband Bitkom zusammen mit dem Deutschen Städte und Gemeindebund (DStGB) den Wettbewerb in Berlin.

Seit März 2019 ist Heidelberg nun aufgrund der vielen erfolgreichen digitalen Projekte im ‚Smart-City-Atlas‘ aufgenommen, in dem 50 deutsche Vorreiterstädte analysiert werden. Der Atlas ermöglicht erstmals eine Übersicht aller sich entwickelnden Smart-City-Initiativen in Deutschland und zeigt deren strategisches wie organisatorisches Herangehen an die Digitalisierung.

Was muss eine ‚Smart City‘ können?

Eine ‚Smart City‘ beinhaltet neue Lösungen für verschiedene Bereiche der Stadtentwicklung mithilfe von innovativer Technologien. Heidelberg bringt damit die besten Voraussetzungen mit, um auch eine  ‚Smart City‘ zu werden, weil die Stadt in vielen Bereichen Spitzenreiter ist – vor allem im medizinischen- und Bildungsbereich.

Doch die hohe Lebensqualität der Stadt lässt sich durch innovative und digitale Entwicklungen weiter steigern: Durch Digitalisierung kann die Stadt bestehende Angebote weiter ausbauen und verbessern. Unter anderem werden Dienstleistungen für Bürger anschaulicher, indem Verwaltungsprozesse beschleunigt und vereinfacht werden.

Smart City-Partner aus Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft

Unersetzliche Partner bilden die Universität, die SRH, die Pädagogische Hochschule, Unternehmen wie SAP, SAS, NEC Europe oder Ameria. Diese besondere Zusammenarbeit ermöglicht einen direkten Austausch mit Experten aus Wissenschaft und Forschung. Innovative Impulse erhält die Stadt zudem durch die Internationale Bauausstellung (IBA) 

Ein Beispiel bildet der Heidelberg Innovation Park (HIP) in den Patton Barracks. Er ist der neue Hotspot für Unternehmen aus IT, Bioinformatik, Digitale Medien und Design. Großes Vorbild stellt die Heidelberger Partnerstadt Palo Alto in den Vereinigten Staaten dar.

MAsH – Die Multiplattform für Heidelberg 

Das Heidelberger Modellvorhaben besteht aus fünf Teilprojekten: Das Kernstück bildet die neue Multiplattform für Heidelberg: ‚MAsH ‘, die die Lebensqualität aller Heidelberger verbessern soll. Sie verbindet verschiedene innovative Angebote miteinander. Diese sind:

- das Bürgerportal

- das mobile Medien- und Digitallabor 

- die Digitallotsen innerhalb der Stadtverwaltung (Mitarbeiter sind Ansprechpartner)

- der intelligente Winterdienst „WinterSMART“

Aktuelle ‚Smart-City‘-Aktionen der Stadt Heidelberg

Aktionen, die der Heidelberger Gemeinderat am 9. Mai verabschiedet hat:

 -‚WinterSMART2‘ soll den Winterdienst durch Einsatz von Sensoren an Brücken und Straßen optimieren. Schon acht Sensoren sind an ihrem neuen Platz in den Salzsilos eingebaut. Weitere sollen künftig im Winter vor Glätte auf Straßen und Brücken warnen. Der ‚Intelligente Winterdienst‘ ist Vorreiter in Heidelberg und ein Modellvorhaben für ganz Baden-Württemberg.

- Das ‚Mobile Medien- und Digitallabor‘ ist ein umweltfreundliches Info- und Experimentiermobil, das bald alle Anwohner direkt in den Stadtteilen besucht. Es soll die Heidelberger mit Neuerungen im Bereich elektronischer Medien und Digitalisierung vertraut machen. Vor allem Kinder und Jugendliche sollen zum Mitmachen und Ausprobieren animiert, gleichzeitig Berührungsängste abgebaut werden. Die Stadtbücherei Heidelberg ist federführend, bestehende Angebote wie das ‚Begeisterhaus‘ des Deutsch-Amerikanischen Instituts (DAI) und„App“solut clever, ein Kooperationsprojekt zum Jugendmedienschutz des Kinder- und Jugendamts werden einbezogen.

Info- und Experimentiermobil fährt in Heidelberger Stadtteile

Digital-Lotsen fungieren als Multiplikatoren für die Digitalisierung in der Stadtverwaltung. Sie sind Ansprechpartner in den Ämtern und unterstützen bei entsprechenden Veränderungsprozessen. Sie werden entsprechend qualifiziert und arbeiten innerhalb der Stadtverwaltung eng zusammen. 

Die Zukunft Heidelbergs und den Weg dahin will die Stadt mit den Kompetenzen und Erfahrungen aus der ansässigen Wissenschaft, Bürgerschaft und Wirtschaft erarbeiten. Als Orientierung dienen die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen und die Digitalstrategie des Landes Baden-Württemberg. Neben dem ethischen Orientierungswissen geht es darum, dass insbesondere die Bürger in die Gestaltung des digitalen Wandels aktiv einbezogen werden. Insbesondere möchte die Stadt Heidelberg die Veränderungen der Arbeitswelten und die nachhaltige Entwicklung in den Blick nehmen. 

Auf Basis der Steckbriefe erarbeitete Bitkom außerdem eine städteübergreifende Querschnittsanalyse, die unter anderem die verschiedenen Schwerpunkte, Leuchtturmprojekte und Erfahrungen der 50 Vorreiterstädte zusammenfasst. Der vollständige „Smart-City-Atlas“ kann online unter www.digitalestadt.org/smart-city-atlas heruntergeladen werden.

pm

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