Heidelberg in Vorreiterrolle 

OB Würzner bleibt Vorsitzender des Klimaschutz-Netzwerks

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Heidelbergs Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner (Mitte) setzt sich als Vorsitzender des Klimaschutz-Netzwerkes Energy Cities gemeinsam mit Bürgermeistern anderer europäischer Städte für den Klimaschutz ein.

Heidelberg – OB Eckart Würzner ist bereits seit 2006 Vorsitzender des Netzwerkes „Energy Cities“, das mehr als 1.000 europäische Städte und Gemeinden vertritt. Was das Netzwerk macht:  

Heidelbergs Oberbürgermeister  Eckart Würzner ist am Donnerstag bei der Jahreskonferenz in Stuttgart für drei Jahre wiedergewählt worden.

Die Mitglieder von „Energy Cities“ entwickeln gemeinsam Handlungsstrategien für den Klimaschutz, tauschen Erfahrungen und Know-how im Energiebereich aus, erarbeiten Projekte zum Klimaschutz und nehmen gezielt Einfluss auf die Politik der Europäischen Union (EU) in den Bereichen Energie-, Umwelt- und Stadtpolitik. 

Heidelberg arbeitet eng mit „Energy Cities“ zusammen. Daneben wurde auch der zehnköpfige Vorstand (Board of directors) für drei Jahre neu gewählt. Diesem gehören neben Heidelberg die Bürgermeister der Städte Paris (Frankreich), Bornova (Türkei), Cork (Irland), Delft (Niederlande), Lüttich, (Belgien), Milton Keynes (Großbritannien), Modena (Italien), Riga (Lettland), Trnava (Slowakei) und Vaxjoe (Schweden) an.

Forderung nach einem echten Dialog zwischen der EU und lokalen Behörden

Prof. Würzner und „Energy Cities“ setzen sich für die Stärkung der Rolle von Städten und Kommunen bei internationalen Verhandlungen und Konferenzen ein – vor allem in der EU, aber auch darüber hinaus. Viele Städte in Europa engagieren sich bereits im Sinne der Beschlüsse von Paris für den Klimaschutz und die Energiewende. In einem gemeinsam in Stuttgart unterzeichneten Manifest fordert das Städtenetzwerk eine Reform des EU-Apparates durch Einführung eines echten Dialoges mit den lokalen Behörden zu Energiethemen. 

Heidelbergs Oberbürgermeister engagiert sich zudem insbesondere im „Globalen Konvent der Bürgermeister für Klima und Energie“. Es ist die größte Bewegung von Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern, die sich freiwillig dazu verpflichten, die Klima- und Energieziele ihres eigenen Staates zu übertreffen. Der „Globale Konvent der Bürgermeister“ tritt vor allem für Klimaschutz, die Anpassung an die Folgen des Klimawandels und den universellen Zugang zu einer sicheren, sauberen und leistbaren Energieversorgung ein. 

Umwelt- und Nachhaltigkeitshauptstadt Heidelberg

Heidelberg nimmt hier in Deutschland eine Vorreiterrolle ein: Die Stadt gehört zu den 19 Modellkommunen, die von Beginn an beim „Masterplan 100 % Klimaschutz“ des Bundesumweltministeriums mitwirken, und verfolgt ein ambitioniertes Ziel. Bis 2050 möchte Heidelberg – unter Beteiligung der gesamten Stadtgesellschaft – zur klimaneutralen Kommune werden.

Die Stadt Heidelberg tritt bereits seit Jahrzehnten für Umwelt- und Klimaschutz ein. Im Jahr 1992 verabschiedete Heidelberg als erste deutsche Großstadt ein kommunales Klimaschutzkonzept. Über diesen Zeitraum hinweg hat sich die Universitätsstadt gemeinsam mit vielen Netzwerk-Partnern ihren Ruf als Umwelt- und Nachhaltigkeitshauptstadt erarbeitet. 

Zahlreiche Auszeichnungen bestätigen das Engagement: Heidelberg wurde bereits zweimal mit dem European Sustainable City Award ausgezeichnet, dreimal zur Stadt der UN-Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ernannt sowie zweimal als Fairtrade Town geehrt. Im Jahr 2015 erhielt die Stadt Heidelberg im Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York den Global Green City Award.

pm/kp

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