Sechs Monate nach der Tat 

Bismarckplatz-Amokfahrer (35) bald vor Gericht!

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Am 22. August muss sich der Amokfahrer (35) für seine Tat verantworten. 

Heidelberg - Er soll am 25. Februar 2017 auf dem belebten Bismarckplatz absichtlich in eine Menschenmenge gefahren sein – ein Rentner (†73) kommt dabei ums Leben. Nun kommt der Amokfahrer vor Gericht: 

Sechs Monate nach der tödlichen Amokfahrt in eine Menschengruppe in Heidelberg soll am 22. August der Prozess gegen den mutmaßlichen Fahrer (35) beginnen. Bis Mitte September seien drei weitere Verhandlungstermine angesetzt, sagt ein Sprecher des Heidelberger Landgerichts am Donnerstag.

Es bestehe der dringende Verdacht des Mordes in Tateinheit mit versuchtem Mord in drei Fällen und mit Körperverletzung in zwei Fällen, hieß es.

 Die Staatsanwaltschaft hatte die Unterbringung des Verdächtigen in einem psychiatrischen Krankenhaus beantragt. 

Jedoch geht ein vorläufiges Sachverständigengutachten davon aus, dass der Verdächtige die Taten auf Grund einer schweren psychischen Erkrankung und damit im Zustand der Schuldunfähigkeit begangen hat. Seit Mitte Mai ist der deutsche Student deshalb bereits in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht.

Rückblick

Am 25. Februar steuert der 35-Jährige kurz vor 16 Uhr einen seit rund zwei Wochen angemieteten schwarzen Opel Astra vor der „Galeria Kaufhof“ in eine Menschenmenge vor einem Bäckerei-Verkaufsstand.

Mann nach Amokfahrt niedergeschossen!

Drei Passanten werden dabei verletzt – ein Mann (32) und seine Partnerin (29) nur leicht, ein 73-jähriger Heidelberger so schwer, dass er zwei Stunden später im Krankenhaus verstirbt. Eine vierte Person rettet sich durch einen Sprung zur Seite.

Anschließend soll der Verdächtige ausgestiegen und mit einem Küchenmesser die Bergheimer Straße entlang in Richtung Thibaut-Straße gelaufen sein. Vor dem „Alten Hallenbad“ läuft der Amokfahrer gleich mehreren Streifenwagenbesatzungen des Reviers Heidelberg-Mitte in die Arme.

Doch statt sein Messer trotz mehrfacher Aufforderung niederzulegen, läuft er bedrohlich auf die Beamten zu! Nach dem erfolglosen Einsatz von Pfefferspray fällt schließlich ein Schuss aus einer Dienstwaffe, um den potenziellen Angriff zu stoppen. Mit einem lebensgefährlichen Bauchdurchschuss kommt er in eine Klinik, wo er in einer Not-OP gerettet wird.

OB Würzner und Bürger trauern um Opfer

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dpa/StA/kp

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