Verhandlung ab Montag

Heidelberger vor Gericht: Waffenhandel über das ‚Darknet‘?

+
Der mutmaßliche Waffenhändler muss sich ab Montag vor dem Landgericht Heidelberg verantworten. (Symbolbild)

Heidelberg – Im Februar finden Polizeibeamte bei einem 31-Jährigen ein ganzes Waffenarsenal – nun steht er vor Gericht. Wie er die Ware verkauft haben soll:

Weil er Waffen über das Internet verkauft haben soll, muss sich ab Montag ein Mann vor dem Landgericht Heidelberg verantworten. Auf die Spur des Angeklagten kam das Zollfahndungsamt Stuttgartim Februar, nachdem am Flughafen Köln/Bonn drei Pistolenläufe in einer Paketsendung entdeckt worden waren.

>>>Zoll entdeckt illegales Waffenarsenal!

Die Post aus den USA war an den Angeklagten aus Heidelberg adressiert - die Ermittlungen nahmen ihren Lauf.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann nun vor, er habe zwischen Januar 2014 und Oktober 2015 einen„schwunghaften Handel“ mit Waffen betrieben.

Die halbautomatischen Schusswaffen, Pumpguns sowie Sturmgewehre der Marke „Kalaschnikow“ und Maschinenpistolen habe er illegal besorgt und weiter verkauft.

Einen Teil der von ihm angebotenen Waffen habe der Mann auch aus einzelnen Waffenteilen selbst zusammengesetzt. Auch soll er Laserzielgeräte und „Zehntausende Schuss Munition“ verkauft haben.

Handel aus Heidelberger Wohnung

Diese habe er von seiner Heidelberger Wohnung aus über das sogenannte ‚Darknet‘ an Kunden aus dem In- und Ausland verkauft. 

Als Darknet bezeichnet man Bereiche des Internets, die nicht ohne weiteres über den Browser oder herkömmliche Suchmaschinen, sondern nur durch spezielle Software erreichbar sind.

Zustellung der Waffen per Post

Die Ermittlungen hätten ergeben, dass der Angeklagte die Waffen unter verschiedenen Pseudonymen angeboten habe. Die brisante Ware habe er den Kunden aus dem In- und Ausland per Post zugestellt

Zahlungen seien entweder über das Internet - mithilfe der digitalen Geldeinheit ‚Bitcoin‘ - eingegangen; oder die Waffenkäufer hätten das Geld auf ein polnisches Bankkonto überwiesen.

Das Landgericht hat für die Beweisaufnahme 17 Zeugen geladen. Vier Sachverständige sind geladen. Insgesamt sind für das Verfahren acht Prozesstage angesetzt.

Mehr zum Thema

Meistgelesen

Jugendliche (16) tot bei Grundschule entdeckt: War es ein Serientäter?

Jugendliche (16) tot bei Grundschule entdeckt: War es ein Serientäter?

Mannheim und Heidelberg für Deutschen Nachhaltigkeitspreis nominiert

Mannheim und Heidelberg für Deutschen Nachhaltigkeitspreis nominiert

Polizisten stoppen diesen VW Golf GTI - und können nicht glauben, was sie unter dem Wagen sehen

Polizisten stoppen diesen VW Golf GTI - und können nicht glauben, was sie unter dem Wagen sehen

Stromausfall nach Brand in Rheinau: Kinderheim evakuiert

Stromausfall nach Brand in Rheinau: Kinderheim evakuiert

„Hart aber fair“: Basler beleidigt Özil –  „Körpersprache von einem toten Frosch“

„Hart aber fair“: Basler beleidigt Özil –  „Körpersprache von einem toten Frosch“

Mann renoviert Keller seines verstorbenen Opas - und entdeckt Nachricht

Mann renoviert Keller seines verstorbenen Opas - und entdeckt Nachricht

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.