Junge (†8) vor Zug gestoßen

Nach Wahnsinnstat von Frankfurt: Dreiste Hetz-Plakate richten sich direkt an Rohrbacher

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Hetz-Plakate in der Rathausstraße in Heidelberg-Rohrbach aufgetaucht.

Heidelberg - Der Schock sitzt tief nach der schrecklichen Tat am Frankfurter Hauptbahnhof. Jetzt wurden dreiste Hetz-Plakate in Rohrbach verteilt. Die Polizei ermittelt.

  • Nach der Wahnsinnstat am Frankfurter Hauptbahnhof verteilen Unbekannte Hetz-Plakate in Rohrbach.
  • Sie beziehen sich auf den Tod des achtjährigen Jungen, aber auch auf die Lebensweise der Rohrbacher.
  • Die Polizei Heidelberg ermittelt wegen Volksverhetzung.

Am Dienstagmorgen (30. Juli) wird die Polizei Heidelberg darüber informiert, dass Unbekannte an mehreren Stellen in Rohrbach Plakate mit volksverhetzendem Inhalt aufgehängt hätten. Die Polizei schaut sich die Situation in dem Stadtteil von Heidelberg genauer an – und findet Plakate in der Rathausstraße und an der Kreuzung Heinrich-Fuchs-Straße und Hasenleiser. Der Inhalt der Hetz-Plakate in Heidelberg ist schockierend.

Heidelberg: Nach Tod eines Jungen in Frankfurt – Polizei findet Hetz-Plakate in Rohrbach

Auf den Plakaten, die Unbekannte offenbar in Heidelberg verteilt haben, wird auf den schrecklichen Vorfall am Hauptbahnhof in Frankfurt Bezug genommen, bei dem am Montag ein achtjähriger Junge ums Leben kam. Er und seine Mutter wurden von einem Mann aus Eritrea in Frankfurt auf die Gleise gestoßen. Auf den Hetz-Plakaten in Heidelberg prangern die Unbekannten außerdem die Lebensweise der Rohrbacher Bevölkerung an – und steht zu allem Überfluss noch Bezug zum Dritten Reich her. In Rohrbach lebten angeblich nur „Linke und Grüne“ die wegsehen würden wenn „Mädchen von papierlosen vergewaltigt, geschlagen und getötet werden“. Als wäre das nicht schlimm genug behaupten die Täter, dass Hitler im „weißen Rohrbach“ seine Freunde gehabt hätte. 

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Erst vor Kurzem hatten andere Plakate in der Region für Schlagzeilen gesorgt: Mit den Worten „Multikulti und Migration tötet“ hatte eine rechtsextreme Partei Wahlkampf gemacht. Die Stadt Mannheim hatte die Plakate schließlich abhängen lassen. 

Heidelberg: Hetz-Plakate nach Wahnsinnstat in Frankfurt – Polizei ermittelt wegen Volksverhetzung

Die Polizei Heidelberg steht mit ihren Ermittlungen noch ganz am Anfang – Hinweise auf den Verfasser oder Verbreiter der Hetz-Plakate liegen noch nicht vor. Das Fachdezernat der Kriminalpolizei Heidelberg ermittelt jetzt wegen Volksverhetzung und sucht Zeugen, die in Rohrbach verdächtige Beobachtungen gemacht haben. 

Wer Hinweise zu den Verbreitern der Plakate in Heidelberg geben kann, soll ich bei der Kripo Heidelberg unter ☎ 0621 174 4444 melden.

Ähnlich heftig reagierten Unbekannte auch, nachdem die 14-jährige Susanna in Wiesbaden von einem Mann aus dem Irak umgebracht wurde. Ein riesiges Banner hing über der B535 in Heidelberg. 

pol/kab

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