„Ich dachte, mein Sohn stirbt in meinen Armen"

Fremder wird zum Retter! Antonia (27) sucht den Schutzengel ihres Kindes

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Der Unbekannte half der Mutter und ihrem kleinen Sohn, als ihr sonst keiner helfen wollte.

Heidelberg-Rohrbach - Antonia durchlebt innerhalb weniger Minuten den Horror – ihr Sohn bekommt keine Luft! Nur ein Mann fasst sich ein Herz und eilt zur Hilfe. Nun sucht die Mutter nach ihrem Schutzengel: 

Diese Geschichte bewegt – von ganzem Herzen.

Stell Dir vor, Du willst Dein Kind zum Arzt bringen, doch auf der Fahrt dorthin durchlebst du die Hölle. Für kurze Zeit denkst Du sogar, dass Dein geliebtes Kind stirbt.

Diese furchtbare Vorstellung wird für Antonia am Donnerstag (8. Februar) Wirklichkeit. Weil ihr Sohn Fieber hat, will sie ihn zum Kinderarzt bringen. Dafür steigen beide gegen 12:30 Uhr in Leimen ins Auto und fahren los – der Horror nimmt seinen Anfang. 

„Er lag wie leblos in meinem Arm“

In Höhe der Haltestelle ,Rohrbach Markt’ beginnt für die 27-Jährige und ihren erst zweieinhalb Jahre alten Sohn der Alptraum. Antonia merkt, dass irgendetwas mit ihrem Kind nicht stimmt. 

Plötzlich fängt der Kleine an zu krampfen und nach Luft zu ringen.Ich habe sofort angehalten, bin ausgestiegen und habe ihn aus dem Auto genommen“, erzählt uns die Mutter am Dienstag (13. Februar).

Entsetzt muss sie zusehen, wie ihr Kind kaum Luft bekommt und Schaum aus seinem Mund kommt. Ich dachte, er stirbt in meinen Armen, sagt sie noch sichtlich traumatisiert.

Fußgänger lassen verzweifelte Mutter im Stich

Unter Tränen und in völliger Verzweiflung ruft Antonia um Hilfe – doch niemand kümmert sich um sie! Viele haben nur geschaut. Die 27-Jährige ist fünf Tage nach dem entsetzlichen Vorfall immer noch fassungslos. „Drei Mal musste ich eine Frau anschreien, bis sie endlich den Krankenwagen anrief.

Ihr Schutzengel: „Er war einfach selbstlos!“ 

Auf einmal hält direkt hinter ihr ein Mann. Er bringt Antonia und ihr Kind ohne zu Zögern zu seinem Fahrzeug, holt noch schnell ihre Wertsachen aus ihrem Auto und fährt los in Richtung Krankenhaus. „Er hat den Warnblinker angeschaltet und ist über jede rote Ampel gefahren.“ 

Die Gesundheit und die Not der Beiden sind im wichtiger als jeder Strafzettel, den er bekommen könnte. „Er war einfach selbstlos!“, so die 27-Jährige.

Innerhalb von nur 3 Minuten bringt der Unbekannte die Mutter und ihren Sohn in das Bethanien Krankenhaus, wo der 2 1/2- Jährige behandelt wird.

In der Zwischenzeit holt der Retter gemeinsam mit seiner Tochter Antonias Auto aus Rohrbach und bringt es auf den Parkplatz des Krankenhauses. Am Schalter gibt der Unbekannte ihr den Schlüssel und die Tasche und fährt weg.

„Ein Mann, der weit mehr als Zivilcourage bewiesen hat.“

Nach der Behandlung erfährt Antonia, dass der Mann verschwunden ist. Es ist alles so schnell gegangen und ich habe einfach nicht dran gedacht, ihn nach seinem Namen zu fragen, erklärt sie.

Ich weiß nicht, wie der Tag geendet hätte, wenn er nicht zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen wäre“ – doch daran möchte Antonia gar nicht denken. Vielmehr will sie sich bei dem Schutzengel ihres Sohnes bedanken.

Personenbeschreibung

Der Mann ist um die 50 Jahre alt, groß, schlank und hat ganz kurze Haare. Außerdem spricht er gebrochen Deutsch. Seine Tochter schätzt Antonia auf rund 18 Jahre. Er fährt einen dunklen Kombi mit beigen Innensitzen.

Kennst Du den Mann? Dann schreib uns eine E-Mail an 2424@headline24.de

„Unfassbar dankbar“

Er war ein völlig Fremder, der sich als wahrer Ehrenmann und Schutzengel für ihren Sohn erwiesen hat. Dem Kleinen geht es mittlerweile wieder besser. „Es gibt nicht viele Menschen, die sowas machen“, ist sich die 27-Jährige nach dem schlimmen Vorfall sicher.

Antonia will einfach ,Danke sagen’ - von ganzem Herzen.

jol

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