„Perspektive 2028“

Hasenleiser und US Hospital: So wird sich das Quartier in den nächsten 10 Jahren verändern!

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Am 22. November beschliesst der Gemeinderat einstimmig den Rahmenplan für das Quartier Rohrbach-Hasenleiser.

Heidelberg-Rohrbach - Wie kann sich das Quartier Rohrbach-Hasenleiser in den kommenden zehn Jahren entwickeln? Antworten liefert der Gemeinderat in einer Sitzung am 22. November. 

Am 22. November beschliesst der Gemeinderat einstimmig den Rahmenplan für das Quartier Rohrbach-Hasenleiser – das Integrierte Handlungskonzept „Perspektive 2028“. Entwickelt wurde es in diesem Jahr gemeinsam mit dem Quartiersmanagement, den Bewohnern, Institutionen und Vereinen vor Ort, dem Beirat von Menschen mit Behinderungen sowie Vertretern aus Politik und Verwaltung.

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„Das Quartier Rohrbach-Hasenleiser befindet sich im Umbruch. Eine große Chance eröffnet die Entwicklung der ehemaligen Militärfläche Hospital. Sie verbindet den ,Alt-Hasenleiser‘ erstmals mit dem übrigen Siedlungsgefüge, bringt über 1.000 neue Nachbarn in das Stadtviertel, schafft neue Infrastrukturangebote und Begegnungsräume und liefert damit einen wichtigen Anstoß für eine positive Weiterentwicklung“, so der Erste Bürgermeister Jürgen Odszuck. 

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Maßnahmenvielfalt: Jobhaus, Blühender Hasenleiser, Nachbarschaftshilfen und vieles mehr

Die Entwicklungsperspektive umfasst zehn Ziele und 23 Maßnahmenbündel. Es sollen Chancen in den Handlungsfeldern Zusammenleben, Wohnen und Versorgung, Wohnumfeld und Ökologie, Gestaltung, Mobilität, Hospital sowie Struktur und Umsetzung genutzt werden. Damit soll der Hasenleiser baulich und sozial in die Zukunft geführt und das Miteinander gestärkt werden. Die einzelnen Maßnahmen sind als Richtschnur zu verstehen; eine Entscheidung über deren Finanzierung und Durchführung trifft gegebenenfalls der Gemeinderat.

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Beispielsweise werden im Handlungsfeld Wohnumfeld und Ökologie folgende Maßnahmen aufgeführt: 

  • Gründung einer Interessengruppe Ökologie und Grünflächen
  • Anlegen eines Nachbarschaftsgartens (Urban Gardening)
  • Sanierung von Spielplätzen
  • Aktion „Blühender Hasenleiser“. 

Im Handlungsfeld Zusammenleben werden unter anderem folgende Maßnahmen genannt: 

  • Gründung einer Interessengemeinschaft Veranstaltungen, welche für die Planung von Veranstaltungen zuständig sein soll
  • Aufbau eines Jobhauses Hasenleiser zur Beratung, Qualifizierung und Arbeitsvermittlung
  • Aufbau von Nachbarschaftshilfen durch Langzeitarbeitslose und Ehrenamtliche zur Unterstützung von älteren Menschen und Menschen mit Behinderungen.

Engagierte Bürger gesucht

Das Integrierte Handlungskonzept lebt auch von der aktiven Mitarbeit der Bürger. Aktive Gruppen haben sich bereits zum Thema „Nachbarschaften stärken“ und Grünflächen gebildet. Wer an einer aktiven Gestaltung des Miteinanders interessiert ist, kann sich an das Quartiersbüro wenden. Projekte mit Quartiersbezug können gegebenenfalls finanziell unterstützt werden: In den kommenden fünf Jahren stehen über den Bewohnerfonds jährlich 14.000 Euro zur Verfügung.

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Quartier Hasenleiser hält viele Chancen bereit

Hintergrund ist, dass das Stadtviertel Rohrbach-Hasenleiser in den 1960er und 1970er Jahren als ein modernes Stadtviertel mit Nahversorgungszentrum, Grünflächen, einer Vielfalt an Wohnungen und Gebäuden und für Menschen ganz unterschiedlicher sozialer Herkunft geplant und gebaut wurde. 

Inzwischen ist es jedoch in die Jahre gekommen und auch die Altersstruktur bringt neue Herausforderungen mit sich. Demgegenüber steht eine Vielzahl an Chancen, die erkannt und genutzt werden müssen. Die Bewohner des Stadtviertels wurden bei der Erarbeitung der Perspektive intensiv eingebunden: in zwei Quartierswerkstätten und begleitenden Maßnahmen des Quartiersmanagements.

Bisher gibt es in Heidelberg bereits für den Stadtteil Emmertsgrund ein Integriertes Handlungskonzept, das der Gemeinderat im Oktober 2012 beschlossen hat. Für den Stadtteil Boxberg, in dem seit 2017 ein Stadtteilmanagement aktiv ist, soll ebenfalls ein Integriertes Handlungskonzept erarbeitet werden. Dies ist auch für das Quartier Bergheim-West vorgesehen; zunächst entscheidet der Gemeinderat im Dezember 2018 über die Einrichtung eines Quartiersmanagements im Jahr 2019.

 pm/kp

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